Feiern auf der Straße: So wie beim Still-Leben auf der B1 2010 soll es auch bei einer Party auf dem Wall zugehen. © Stephan Schütze (Archiv)
„Emissionsfreie Innenstadt“

Große Party auf dem Dortmunder Wall – Termin steht fest

Weil das dazugehörige Projekt der Stadt verlängert wurde, verschiebt sich auch das große Abschlussfest. Dann haben Autos für einen Tag auf einem wichtigen Teil des Walls nichts zu suchen.

Schon der Start war schwierig: Die große „Umsteigern-Kampagne“ als Aufruf zur Verkehrswende kam coronabedingt Anfang dieses Jahres nur reduziert und mit Verspätung in Gang – als ein zentrales von insgesamt 16 Projekten des Förderprogramms „Emissionsfreie Innenstadt“. Jetzt steht fest, dass das Programm insgesamt in die Verlängerung geht. Es läuft sechs Monate länger als geplant und endet statt Ende April nun Ende Oktober 2022.

„Coronabedingt mussten beispielsweise Befragungen, Workshops und Dialogveranstaltungen verschoben sowie einzelne Maßnahmen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Deshalb hat die Bezirksregierung Arnsberg der Verlängerung des Projektzeitraums zugestimmt“, teilt die Stadt mit. „Umgesetzt und abgerechnet sein müssen die 16 Maßnahmen nun bis zum 31. Oktober 2022.“

Radwall ist in Bau

Sichtbarstes Projekt des Programms ist aktuell der Bau des Radwalls. Der erste Abschnitt des Zwei-Richtungs-Radwegs ist am inneren Ostwall fertiggestellt und steht kurz vor der Freigabe. Insgesamt dauern die Arbeiten aber noch bis mindestens Sommer 2022.

Weitere aktuelle Maßnahmen: Im Klinikviertel laden noch bis 24. Oktober sogenannte „Stadtterrassen“, hölzerne Aufbauten auf sechs Parkplätzen, die etwa mit Sitzbänken zum Plausch oder Picknick genutzt werden können, ein.

Nach und nach werden auch die 200 neuen Fahrradbügel in der City aufgebaut, weitere sollen in anderen Innenstadt-Bereich im nächsten Jahr folgen. Außerdem laufen Aktionen zum schulischen Mobilitätsmanagement mit sieben Grundschulen und der Diskussionsprozess zur langfristigen Umgestaltung des Wallrings.

Bunte Ballons markierten zum Start der Aktion die neuen Fahrradbügel in der City - hier präsentiert mit Heike Thelen und Andreas Meißner vom Projekt
Bunte Ballons markierten zum Start der Aktion die neuen Fahrradbügel in der City – hier präsentiert mit Heike Thelen und Andreas Meißner vom Projekt „Emissionsfreie Innenstadt“. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Coronabedingt verschoben werden muss eine große Aktion, die für diesen September ohnehin als Finale des Programms geplant war – eine Art „Still-Leben“ auf dem gesperrten Wallring, das an den großen Erfolg der Veranstaltung auf de gesperrten B1/A40 im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 und kleinere Nachfolge-Veranstaltungen am Borsigplatz und in der Kreuzstraße anknüpfen soll.

Neuer Termin für das „FestiWall“ ist der 12. Juni 2022. Dann soll es auf dem Wallring zumindest zeitweise einen autofreien Sonntag geben. Geplant sei, überwiegend die Fläche im Bereich des Radwalls vom Schwanen- bis zum Ostwall zu bespielen, teilt die Stadt mit.

Platz für Radfahrer

Hier sollen auf einer Fahrbahnseite dann Stühle und Tische aufgebaut und die Ergebnisse des Projekts „Emissionsfreie Innenstadt“ präsentiert werden. Die andere Richtungsfahrbahn kann dann wie beim Stillleben A40 als Spur für Fahrrad- und Rollerfahrer genutzt werden.

Und nicht nur auf zwei Rädern soll man das Fest klimafreundlich erreichen können. Geplant ist, dass Busse und Bahnen von DSW21 an diesem Tag kostenlos genutzt werden können.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.