Grüne fordern Vertrauensbeweis von Sierau

Wahlbetrugsvorwürfe

DORTMUND Gelingt es Ullrich Sierau, das rot-grüne Verhältnis zu kitten? Der frisch gekürte Neu-OB hat am kommenden Donnerstag (8.10.) Gelegenheit, die kritischen Geister der Grünen zu besänftigen.

von Von Julia Schemmer und Oliver Volmerich

, 01.10.2009, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mario Krüger.

Mario Krüger.

Wie der aussehen könnte? „Eine Neuwahl wäre ein Vertrauenssymbol. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Dortmunder und viele unserer Mitglieder das genauso sehen“, stellte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Kurth fest.

Klar ist aber auch: Rot-Grün hat für die Grünen weiterhin Priorität. Deshalb wurde mit großer Mehrheit beschlossen, Sierau einzuladen und ihm am kommenden Donnerstag (8. Oktober) die Gelegenheit zu geben, selbst zu den Vorwürfen, er habe von Finanzloch und Haushaltssperre schon vor der Wahl gewusst, Stellung zu nehmen. Das Gesprächsangebot der CDU in Sachen Haushalt ist bis dahin zurückgestellt. 

  • Auf der Mitgliederversammlung der Grünen wurden auch die Direktkandidaten der Partei für die Landtagswahl im Mai nächsten Jahres gewählt. Im Wahlkreis 111 (Dortmunder Nordwesten) kandidiert Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger, im Wahlkreis 112 (Nord) die Ratsfraktions-Sprecherin Ingrid Reuter.
  • Im Wahlkreis 113 (Ost) tritt der Ratsherr und Grünen-Sprecher im Regionalverband Ruhr (RVR) Martin Tönnes, im Wahlkreis 114 (Südwest) der erst 19 Jahre alte Ex-Sprecher der Grünen Jugend Enno Wiesner an. Daniela Schneckenburger erhielt außerdem die Rückendeckung des Kreisverbandes, um für einen vorderen Platz auf der grünen Liste für die Landtagswahl zu kandidieren.
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