Grundschule in Dortmund: Zaun soll den Schulhof-Horror beenden

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Der Hausmeister einer Grundschule beseitigt täglich den Dreck von nächtlichen Treffen auf dem Schulhof. Einen Zaun zum Schutz der Schule ist längst beschlossene Sache – aber wann kommt er?

Huckarde

, 20.12.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Koks-Tütchen, Kondome, Scherben: Auf dem Schulhof findet Hausmeister Rainer Sieth täglich den Müll der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die abends auf dem Schulhof feiern. Bis zu zwei Stunden täglich räumt er auf.

Das Problem gibt es an der Urbanus-Grundschule in Huckarde schon seit Jahrzehnten. Dass der Schulhof als Treffpunkt genutzt werde, sei in Ordnung, so Schulleiter Hubert Pauli. „Aber dass hier immer alles so eingesaut ist, geht nicht – das ist gefährlich für die Kinder.“

Der Schulhof selbst kann nicht abgeriegelt werden, weil er als Verbindungsweg zwischen Roßbachstraße und Kerschensteinerstraße dient. Erleichterung könnte das Ende der Roßbach-Renaturierung bringen.

Betriebsweg wird freigegeben

„Unser Betriebsweg zwischen Roßbachstraße und Braunsbergweg wird Anfang 2020 für die Öffentlichkeit freigegeben“, sagt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft, auf Anfrage.

Über die Roßbach-Querung zwischen Braunsbergweg und Gaudigstraße gelangen Fußgänger und Radfahrer dann – ohne den Schulhof zu überqueren – auf die Kerschensteinerstraße.

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Ein hoher Zaun dicht um das Schulgebäude soll zudem die Müll-Situation verbessern. Auch der soll Anfang 2020 gebaut werden, so Stadt-Pressesprecher Christian Schön. „Genauere Angaben sind derzeit nicht möglich.“

Die Erneuerung des maroden Vordachs der Urbanus-Grundschule werde derzeit geprüft. Parallel zum Zaunbau ermittele ein Ingenieurbüro den Kostenrahmen. „Die Dringlichkeit ist bekannt“, sagt Schön. Wann das neue Vordach gebaut wird, entscheide sich erst 2020.

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