Schüler schnuppern „Gerichts-Luft“: Gesamtschule stellt einen Prozess nach

Amtsgericht

Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben am Dienstag (28.1.) im Amtsgericht Dortmund einen Prozess nachgestellt. Ein Projekt, an dem auch andere Dortmunder Schulen teilnehmen können.

von Niko Wiedemann

Huckarde

, 01.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler schnuppern „Gerichts-Luft“: Gesamtschule stellt einen Prozess nach

Rechtsanwalt Dieter Stroband (v.r.), Staatsanwalt Golo Osthoff und der Vize-Präsident des Amtsgerichts Michael Kretschmer bereiteten die Schüler auf die Prozessaufführung vor. © Jan Schwengers

Die Schüler der Rechtskunde-AG der Huckarder Gustav-Heinemann-Gesamtschule sind am Dienstag (28.1.) in die Rollen von Richtern, Staatsanwälten, Polizeibeamten und Verteidigern geschlüpft.

Im großen Schöffensaal des Amtsgerichts Dortmund stellten sie einen Gerichtsprozess nach. Der fiktive Sachverhalt: Der Angeklagte hatte betrunken einen Wagen gestohlen. Anschließend war er infolge seiner Fahruntüchtigkeit mit einem anderen Auto kollidiert. Nach einem missglückten Fluchtversuch hatte ihn die Polizei festgenommen.

Schüler bereiten Prozess vor

Die Schüler der Rechtskunde-AG hatten die Aufgabe, den Gerichtsprozess vorzubereiten. Sie verfassten den Anklagevorwurf, die Plädoyers und die Urteilsbegründung des Richters.

Rechtsanwalt Dieter Stroband unterstützte sie dabei. Anschließend teilten sie die Rollen unter sich auf und studierten ihre Texte ein, um sie im Amtsgericht ihren Eltern zu präsentieren.

Mit dem Projekt will das Amtsgericht Dortmund Schülern spielerisch die Bedeutung von Demokratie und Rechtsstaat beibringen. „Wir wollen den Schülern Werte wie die Neutralität des Gerichts, das Aussageverweigerungsrecht und den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol vermitteln“, erklärte Richter und Amtsgerichts-Sprecher Jan Schwengers.

Das Amtsgericht will das Projekt auch in Zukunft mit Dortmunder Schulen fortführen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt