Partys und Drogen: Regelmäßige Polizeieinsätze an Dortmunder Grundschule

mlzGrundschulen in Dortmund

Anwohner der Gutenbergschule und die Schulleiterin selbst ärgern sich über das Verhalten der Jugendlichen auf dem und rund um das Schulgelände. Der Bereich ist im Fokus der Polizei.

Dorstfeld

, 22.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kondome, Spritzen, Exkremente und Scherben von Schnapsflaschen: Die Fundstücke der Anwohner und der Hausmeisterin der Gutenbergschule in Dorstfeld sind unschön und ekelhaft. Auch der angrenzende Kindergarten und die St.-Barbara-Kirche sind teilweise betroffen.

Der Anwohner Nils Kowalewski machte seinem Ärger darüber kürzlich in einem Facebook-Post Luft. Seine Hoffnung: „Vielleicht sehen die Verantwortlichen meinen Post und arbeiten endlich mal an sich.“

Denn bislang haben weder freundliche Gespräche noch Polizeieinsätze die Situation im Bereich der Arminiusstraße und der Teutoburger Straße verbessert. Im Gegenteil: Mitte Juni sind die Jugendlichen sogar in den Garten von Nils Kowalewski eingedrungen und haben dort Pflanzen aus dem Teich gerissen.

Polizei ist regelmäßig vor Ort

Angela Möller, die Leiterin der Grundschule, bestätigt auf Anfrage die ausschweifenden Partys und unschönen Hinterlassenschaften der Jugendlichen. Ihre Vermutung: „Die Gebäude rundherum sind größtenteils nur tagsüber besetzt. Die Jugendlichen fühlen sich hier unbeobachtet und meinen, sie könnten alles machen.“

Sowohl die Anwohner als auch die Kirche und die Schulleiterin wünschen sich eine Verbesserung der Situation. Doch bereits jetzt ist die Polizei regelmäßig vor Ort. Dennoch bleiben die Jugendlichen und auch ihre Verhaltensweisen verändern sich nicht zum Positiven.

„Im Zeitraum von April 2019 bis heute wurden der Polizei Dortmund im Bereich der Gutenbergschule insgesamt 14 Einsätze gemeldet“, sagt Polizei-Pressesprecherin Kristina Purschke. Die Zeugen meldeten überwiegend Ruhestörungen, verdächtige Feststellungen sowie verdächtige Personen.

Am Kindergarten und an der Kirche sei in dem Zeitraum zu insgesamt fünf Einbrüchen oder Einbruchsversuchen gekommen, so Kristina Purschke.

In den letzten Monaten war es ruhiger

„Nach wiederkehrenden Bürgerhinweisen auf Jugendliche, die sich auf dem Schulgelände aufhalten sollen, diesen vermüllt hinterlassen und gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen, wurde der Bereich durch die Polizei, darunter auch zivile Kräfte, bestreift und in den Fokus genommen“, sagt die Polizeisprecherin.

Das sei üblich, da Bürgerhinweise stets ernst genommen würden. Allerdings sei es im Zuge der Polizeistreifen in den letzten Monaten nicht zu Straftaten gekommen. Meldungen von Straftaten habe es auch nicht gegeben.

Deshalb werde der Bereich um die Gutenbergschule und den Kindergarten St. Barbara derzeit nicht als problematisch eingestuft. „Dennoch haben wir den Bereich auch weiterhin im Blick und gehen jedem Bürgerhinweis nach“, sagt Kristina Purschke.

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