„Hans im Glück“ steht vor dem Verkauf - was bedeutet das für die Filiale in Dortmund?

Burger-Kette

Die Burger-Kette „Hans im Glück“ soll verkauft werden. Auch in Dortmund gibt es eines der Restaurants mit den unzähligen Birkenstämmen. Was bedeutet das für die Filiale am Hansaplatz?

von Patricia Friedek

Dortmund

, 15.01.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Hans im Glück“ steht vor dem Verkauf - was bedeutet das für die Filiale in Dortmund?

Das beliebte Burger-Restaurant in Waldoptik steht vor dem Verkauf. (Archiv) © Richard Grell (Archivbild)

Die größte Burger-Kette in Deutschland steht vor dem Verkauf. Laut einer Pressemitteilung der „Hans im Glück Franchise GmbH“ befindet sich Gründer Thomas Hirschberger in Gesprächen mit den Backwerk-Gründern Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer, noch diese Woche soll der Eigentümerwechsel abgeschlossen sein.

Auch in Dortmund hatte 2018 nach langer Verzögerung eine Filiale der beliebten Burger-Kette eröffnet. Soll das jetzt schon das Ende für den Burgerladen im Birkenwald-Look sein?

„Hans im Glück“: „Keine Auswirkungen auf die Filiale in Dortmund“

Wie ein Sprecher von „Hans im Glück“ mitteilte, werde sich nichts für das Restaurant im Azad-Haus ändern. „Der Verkauf wird keine Auswirkungen auf die Filiale in Dortmund oder andere Standorte haben. Die Marke ‚Hans im Glück‘ bleibt erhalten.“ Veränderungen würden lediglich in Hinblick auf so genannte „Produktinnovationen“ stattfinden, so wie bisher auch.

Thomas Hirschberger besitzt einen 90-prozentigen Anteil an dem Unternehmen. Nach dem Verkauf plane der Gründer, seine vier Burger-Restaurants in Singapur zu behalten. Ähnliche Überlegungen gebe es auch für fünf Filialen am Standort München.

Der Verkauf ist seit Monaten geplant

Wie ein Protokoll einer Gesellschafterversammlung zeigt, das dem „Handelsblatt“ vorliegt, sei die Liquiditätssituation um die Hans-im-Glück-Gruppe kritisch. Die Überlegungen zu dem Verkauf laufen demnach bereits seit einigen Monaten. Wie eine interne Aufstellung zeige, liegt der Kaufpreis nach Abzug von Schulden bei 26,1 Millionen Euro und damit weit unter Hirschbergers Erwartungen, schreibt das „Handelsblatt“. Im schlimmsten Fall droht dem Gründer ein Millionenverlust. Doch Hirschberger dementiert finanzielle Engpässe.

Angaben zu den genauen Gründen des Verkaufs wollte ein Sprecher von Thomas Hirschberger unserer Redaktion nicht machen. Auch die Fragen, wie es um den Deal mit den Backwerk-Gründern steht und warum Hirschberger seine Anteile trotz eines drohenden Millionenverlusts verkaufen möchte, beantwortete der Sprecher nicht. Er ließ unserer Redaktion lediglich folgendes Statement zukommen:

„Nach einer äußerst erfolgreichen Expansion und einem weiteren Rekordjahr ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Hans im Glück in neue Hände zu geben. Die Gründer werden weiterhin größter Franchise-Partner bleiben und im In- und Ausland einige Hans-im-Glück-Restaurants betreiben. Dies gewährleistet Kontinuität, zeigt das Vertrauen in die Marke und leistet einen Beitrag am nächsten Wachstumskapitel“

Auch der Dortmunder Betreiber des Franchise-Restaurants wollte sich nicht zu den Verkaufsplänen äußern.

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