Die betroffene Tiefgarage gehört zu einem Wohnhaus am Brüderweg in Dortmund. © Peter Bandermann
Brüderweg

Hausbesitzer sicher: Darum hat die Tiefgarage ein Grundwasser-Problem

Ohne Pumpen würde eine Tiefgarage am Brüderweg offenbar absaufen - wegen des Grundwassers. Ist der U-Bahn-Bau schuld? Der Besitzer glaubt an einen Zusammenhang mit einem anderen Bauwerk.

Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen muss sich seit Montag mit der Frage befassen, ob der Bau der U-Bahn-Röhren zwischen Reinoldikirche und Ostentor für die Grundwasser-Problematik am Brüderweg verantwortlich sein könnte.

Zwar hat ein Sachverständiger einen Zusammenhang schon vor einigen Jahren nahezu ausgeschlossen. Das Unternehmen, dem das Gebäude gehört, hält die Expertise jedoch für fehlerhaft. Vor allem deshalb, weil sie allein auf Berechnungen beruht. Der Gutachter habe die Tiefgarage niemals selbst von innen gesehen.

Angeblich haben es die Autobesitzer mehreren Pumpen zu verdanken, dass ihre Fahrzeuge in der Tiefgarage überhaupt trocken bleiben. Im Prozess vor dem Verwaltungsgericht hieß es am Montag, dass die Pumpen ein bis zwei Badewannen-Füllungen Wasser pro Minute in den städtischen Abwasserkanal leiten.

Hochhaus aus den 90er-Jahren im Fokus

Außerdem erinnert sich ein heutiger Mitarbeiter des Tiefbauamts angeblich noch ganz genau daran, dass die Probleme mit dem Grundwasser am Brüderweg schon eine Rolle spielten, als dort das Hochhaus in den 1990er-Jahren errichtet wurde.

„Während der Bauarbeiten habe ich dort mal eine Spritzbetonwand fotografiert, die auf mehrere Meter durchnässt war“, sagte der Zeuge den Richtern.

Ein Urteil soll Dienstag gesprochen werden.

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