Hausbesitzer streiten sich mit Do-Netz um Rasen-Kosten

Fragen und Antworten

Der Gas- und Wasseranschluss bei Familie Horstmann in Barop ist saniert, der Rasen hinten im Garten dafür aber ramponiert. Jetzt wächst der Streit darüber, wer für die Sanierung des Rasens zuständig ist. Wir erklären die Hintergründe.

BAROP

, 06.04.2016, 02:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eckhard Horstmann zeigt auf seinen kaputten Rasen. Die kahlen Stellen stammen von Wartungsarbeiten der Do-Netz. Im November habe Do-Netz zugesagt, den Originalzustand wiederherzustellen. Horstmann: "Es geht um das Prinzip und das Wort, das man uns vorher gegeben hat."

Eckhard Horstmann zeigt auf seinen kaputten Rasen. Die kahlen Stellen stammen von Wartungsarbeiten der Do-Netz. Im November habe Do-Netz zugesagt, den Originalzustand wiederherzustellen. Horstmann: "Es geht um das Prinzip und das Wort, das man uns vorher gegeben hat."

Worum geht es genau? 

Im November des vergangenen Jahres hat die DEW21-Tochter Do-Netz in sieben Reihenhäusern am Krückenweg in Barop neue Wasser- und Gasanschlüsse eingebaut, weil es in mehreren der Reihenhäuser des Baujahrs 1978 zu Schäden gekommen war.

Das Haus von Eckhard und Almut Horstmann war nicht betroffen, weil es aber das Eckhaus ist, wurden die Arbeiten über ihren Garten abgewickelt. Horstmanns sagen, sie hätten dem nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass ihr Garten von Do-Netz anschließend wieder in den Originalzustand versetzt wird.  Das habe man ihnen mündlich zugesagt, sagt Eckhard Horstmann. Jetzt sei man schon im April, und bisher sei trotz mehrfacher Telefonate nichts geschehen.

Warum musste Do-Netz überhaupt durch die Gärten, um die Anschlüsse zu sanieren?

Eine Erschließung durch Gärten wie bei den Reihenhäusern von Horstmanns und ihren Nachbarn sei sehr selten, erläutert DEW21-Sprecherin Dr. Martina Sprotte: „Das war damals eine Entscheidung des Bauherrn.“ Do-Netz gehe zur Erneuerung der Anschlüsse nicht freiwillig durch die Gärten. „Die Eigentümer müssen mit diesem Risiko leben“, so Sprotte.

Aber bei Horstmanns hat es bisher keine Schäden an den Anschlüssen gegeben. Warum mussten die dann bei ihnen ausgetauscht werden?

Die Entscheidung, ob Anschlüsse repariert oder ausgetauscht werden müssen, obliege dem Netzbetreiber, also Do-Netz, erklärt die DEW-Sprecherin. Weil es in einigen der Reihenhäuser zu Schäden gekommen war, wurden die Anschlüsse gleich aller Häuser saniert. Und wenn ein Netzbetreiber buddeln müsse, so Dr. Sprotte, „dann liegt die Wiederherstellung beim Anschlussnutzer.“

Heißt das, dass Do-Netz den Rasen nicht reparieren wird?

Do-Netz-Mitarbeiter hätten damals Horstmanns angeboten, betroffene Stellen auszubessern, sagt Dr. Sprotte. Da hätten sie aber eher an Rasensaat gedacht als an Rollrasen. Das  sei  Horstmanns  jetzt auch von der für Schadensregulierung zuständigen Abteilung  schriftlich mitgeteilt worden. Horstmanns aber verlangten einen komplett neuen Rollrasen, ausgeführt von einem Gartenbaubetrieb, den sie selbst beauftragen wollen. Das werde Do-Netz nicht bezahlen, sagt Martina Sprotte.

Was sagen Horstmanns dazu?

Sie haben einen Anwalt konsultiert und fühlen sich im Recht. Do-Netz habe den Schaden zu reparieren, habe ihr Anwalt gesagt. Im Gegensatz zu Rollrasen brauche Rasensaat  ihre Zeit, meint Eckhard Horstmann. Jetzt kämen aber schon bald ihre rund 50 Blumenkübel aus dem Winterquartier. Die könne er nicht auf den neu eingesäten Rasen stellen. Und eine Verlängerung des Winterquartiers koste wiederum Geld.

Wie geht es nun in dem Streit weiter?

Am Mittwoch soll es einen Ortstermin bei Horstmanns mit Vertretern von Do-Netz geben. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt