Hebamme (40) wird beklaut und stellt den Dieb auf Facebook bloß

Kriminalität

Vor der Haustür einer Hebamme ereignete sich am Sonntag ein Diebstahl der besonderen Art. Doch die Reaktion der Beklauten ist noch außergewöhnlicher als die Tat selbst.

Marten

von Jakob Schiffer

, 03.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hebamme (40) wird beklaut und stellt den Dieb auf Facebook bloß

Diesen Brief verfasste Sandra Stehger an den Dieb. © Sandra Stehger

Es ist Adventszeit, die Weihnachtsvorbereitungen laufen in den meisten Haushalten auf Hochtouren. Ob selbstgebastelte Deko, Tannenbäume oder Adventsgestecke, jeder hat sein eigenes Mittel, um sich auf Weihnachten einzustimmen. Gerade zum ersten Advent beginnen viele ihre Häuser zu schmücken.

Adventskranz aus Vorgarten geklaut

So ging es auch Sandra Stehger. Die 40-jährige Hebamme schmückte am Donnerstag ihren Vorgarten an der Straße An der Wasserburg in Marten und stellte einen selbstgebastelten Adventskranz vor ihre Haustür. Auch am Sonntag genoss sie noch den schönen Anblick ihres Weihnachtsschmucks. Doch dann kam am Montagmorgen die böse Überraschung: Der Adventskranz war verschwunden. Stehgers erste Reaktion: „Ich war total sauer.“

Doch der Frust war schnell vorüber und Stehger begann die ersten Pläne zu schmieden, wie sie sich an dem Unbekannten rächen kann. Sie schrieb einen Brief an den Dieb und legte ihn bei sich vor die Haustür. Zusätzlich verbreitete sie den Brief über Facebook.

Beschwerde in öffentlichem Facebook-Brief

Über das Motiv ist sich Stehger im Unklaren: „Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Vielleicht brauchte er auf die Schnelle noch einen Kranz.“ Mit der Aktion wollte sie das Thema an die Öffentlichkeit bringen. In ihrem Facebook-Post schreibt sie: „Ich möchte, dass die Person sich in Grund und Boden schämt.“

Ob die Nachricht den Dieb am Ende erreicht, ist unklar. Aber eins hat Stehger mit ihrem Brief bereits bewirkt: „Die Leute bleiben stehen und lesen sich die Nachricht mit einem Schmunzeln durch.“

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