Heerlager belebt die Burg

Hörde Ein mittelalterliches Heerlager schlägt am Samstag (15. 9.) bei der 7. Dortmunder Museumsnacht seine Zelte vor der Hörder Burg auf und fordert Kinder und Erwachsene zu Schwertkämpfen auf.

10.09.2007, 11:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

2000 Menschen strömten 2006 in der Museumsnacht zur Hörder Burg. Das hat den Heimatverein ermuntert, das Programm in diesem Jahr noch auszuweiten. Und zwar so, dass die Hauptattraktionen gar nicht im Programmbuch zur Museumsnacht aufgelistet sind.

Leuchtturm aus Licht

Auch das Stadtbezirksmarketing sorgt dafür, dass die Burg und ihr attraktives Familienprogramm ins rechte Licht gerückt werden und Hörde ein Magnet für die Nachtschwärmer wird. Lichtkünstler Jörg Rost, der auch das Dortmunder U bei der Theaternacht in faszinierendes Licht gesetzt hat, illuminiert das Gebäude. "Mit 120 Einzellampen strahlen wir das Gebäude an - so, dass man es von weitem von der Hermannstraße sehen kann", sagt Christian Born (Foto) aus der Lichtkünstlergruppe von Rost.

Wie die Ritter gelebt und Bier gebraut haben und wie im Mittelalter geschmaust wurde, erleben die Besucher von 16 bis 23 Uhr. Das Treppchen liefert passende Speisen, die Hobbybrauer in Kostümen würziges Bier.

Alle zwei Stunden gibt es ab 16 Uhr Burgführungen von Heimatforscher Willi Garth, 15 Minuten nach jeder Führung zeigen Schauspieler mittelalterliches Theater. Auch Hörde zur Zeit der Pest werden sie informativ und heiter präsentieren. Gegen 21 Uhr ist eine Feuershow des Siggiburger Ensembles ein Höhepunkt der Museumsnacht. In fünf Zelten und unter zwei Sonnensegeln haust die mittelalterliche Truppe. Edeldamen zeigen, wie damals Wolle gesponnen wurde.

Stahlgeschichte

Zwischen den Burgmauern und dem künftigen Seegelände können die Besucher auch einen Blick auf die Grabungen fünf Meter unter der Erde werfen. Auch dieser Graben wird illuminiert.

Filme über den Erntemarkt 2006 und die Sprengung des Hochofens, eine Ausstellung zur Stadt- und Stahlgeschichte ergänzen das Programm. Im Turm und einem weiteren Raum zeigt die Galerie Tijani eine Kunst-Ausstellung von internationalen Künstlern. Julia Gaß

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