Hier ensteht gerade das höchste Gebäude am Phoenix-See

mlzBauen am Phoenix-See

Wolkenkratzer ist sicher zu viel gesagt. Aber das Gebäude, das in direkter Nachbarschaft zum Café Solo in die Höhe geht, wird mit Abstand das höchste Gebäude am See werden.

Hörde

, 26.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Grundstück war noch frei auf der Nordseite des Phoenix-Sees direkt am Hafenbecken. Zahlreiche Seebesucher fragten sich schon lange, was hier wohl mal entstehen soll. Dabei steht das schon seit einiger Zeit fest. Vor fünf Jahren gab es hier einen großen Bahnhof.

Es gab einen Pressetermin für den ersten Spatenstich für ein gewaltiges Projekt. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau vollführte zusammen mit Vertretern der französischen Orpea-Gruppe und ihrer Dortmunder Tochterfirma Comunita den symbolischen Spatenstich für ein neues Gebäude, das alle anderen am See überragen wird.

So wird der Gebäudekomplex einmal aussehen.

So wird der Gebäudekomplex einmal aussehen. © Orpea/ Wellie Architekten

Allerdings: nach dem umjubelten Spatenstich passierte lange nichts mehr. Und nicht wenige Hörder unkten, dass dies wohl auch so bleiben werde.

Für alle Generationen

Dann, Ende 2019 rückten doch noch die Bagger an und machten sich an die Arbeit, eine riesige Baugrube auszuheben. Und jetzt sind die gewaltigen Kräne an der Baugrube, an der es Anfang 2020 so richtig munter wurde, nicht mehr zu übersehen.

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Gebaut wird ein Ensemble, das eine generationenübergreifende Nutzung mit herausragender Architektur vereinen soll: Es besteht aus einer Seniorenresidenz, einem Appartementhaus, einem Wohnturm und einem „Raum der Stille“, wie auf der Internetseite der Orpea-Gruppe zu lesen ist.

Fertigstellung für 2017 geplant

Eigentlich war die Fertigstellung für das Jahr 2017 ins Visier genommen worden. Wir haben nachgefragt, warum es erst jetzt losgeht. „Der Baubeginn hat sich wegen Umplanungen im Ausführungsprozess verzögert“, sagt Bernhard Rössler, der Pressesprecher der Orpea Deutschland GmbH. „Zuschnitte wurden beispielsweise verändert. Und dann kam noch die Verfügbarkeit von Gewerken dazu.“

So sieht es aktuell auf der großen Baustelle aus.

So sieht es aktuell auf der großen Baustelle aus. © Jörg Bauerfeld

Rössler gibt aber auch zu, dass die Pause zwischen Spatenstich und dem tatsächlichen Baubeginn doch länger als erwartet war. Aber, was macht das schon für einen Gebäudekomplex, der sich demnächst majestätisch am Ufer des Phoenix-Sees erhebt? Das Hauptgebäude wird wohl die neue Landmarke werden.

12 Geschosse plus großer Tiefgarage

Es ist ein Wohnturm mit insgesamt 12 Geschossen. 35 Meter hoch soll das Gebäude werden. Hier sollen 32 weitere hochwertige Wohnungen und eine Fitness- und Wellness-Etage mit außenliegendem Pool entstehen. Dazu ein Restaurant, eine Arztpraxis, eine Ladeneinheit und Büroräume und darunter eine 3.200 Quadratmeter große Tiefgarage mit 103 Parkplätzen.

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Doch der Wohnturm, der sich in drei gestaffelte Einheiten aufteilt (7, 9 und 12 Geschosse) wird nicht das einzige Gebäude des Wohnkomplexes sein. In Richtung Hörder Burg schließt sich das Appartementhaus an und in Richtung Weingartenstraße die Seniorenresidenz.

Auf der Baustelle geht es jetzt rund. Aber, wann können die Gebäude bezogen werden? Da gibt sich Pressesprecher Bernhard Rössler durchaus optimistisch: „Unser Ziel ist die Fertigstellung in der zweiten Hälfte 2021.“ Und damit wäre dann die letzte verbliebene Baulücke an der Hafenpromenade am Phoenix-See geschlossen.

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