Hier steckt Musik drin

Wellinghofen Rüdiger Albers ist Musiker durch und durch. Nicht weniger als fünf Instrumente beherrscht der Lehrer an der Musikschule Dortmund so gut, dass er sein Können an seine Schüler weitergeben kann.

27.06.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Querflöte, dem Saxophon, dem Keyboard, der Gitarre und der E-Gitarre gibt der 53-Jährige im Unterricht den Ton an. «Zumeist in Einzelstunden oder in kleinen Gruppen bis drei Personen», versucht Rüdiger Albers den Schülern ein Gefühl für das Instrument zu vermitteln.

Seit 1983 ist er an verschieden Musikschulen (Warstein, Schwerte und Schwelm) tätig, ehe er 1986 bei der Musikschule in Dortmund seinen Dienst antrat. Angefangen hat sein Gespür für Musik im Alter von sieben Jahren - mit einem Akkordeon. «Ich musste damals immer auf Familienfeiern spielen», was ihm nicht immer behagte. Aber das Gehör wurde geschult und Rüdiger Albers entwickelte schon früh die Fähigkeit gut zuzuhören. «Ich konnte schnell den Gesang mit meinem Instrument begleiten, ohne die Noten zu können», sagt Albers und die Fähigkeit des «genauen Hinhörens» kommt ihm auch heute zu Gute.

Noten aufschreiben

«Wenn ich ein Musikstück höre, kann ich es sofort in Noten umsetzen und aufschreiben.» Und das muss er des Öfteren, denn seine Musikschüler schicken ihm ihre Lieblingsstücke im Mp3-Format, und dann ist der Lehrer gefragt. «Ich versuche im Unterricht den Weg zu gehen, dass die Schüler sich selber aussuchen, was sie für Stücke erlernen möchte», sagt Albers, der im Unterricht von Rock bis Klassik alles spielen lässt.

Vier Tage in der Woche ist Musiklehrer Albers (Studium an der Musikhochschule Dortmund) im Dortmunder Süden beschäftigt. In Schüren (Gerd-Hauptmann- Grundschule) und in Hombruch (Zillerschule) lernen Schüler und Schülerinnen «im Alter von 8 bis 50 Jahren» Akkorde zu spielen und Noten zu lesen. Zudem ist er an vier Projekten (Oldieband, «Jeder kann singen», Musikschulband und Popchor) der Musikschule beteiligt. Und als ob dies alles noch nicht Musik genug ist, ist Jürgen Albers noch der Leiter der Condor Band, «das aber nur am Wochenende», erklärt Albers und lächelt.

Notenfieber

Bei soviel «Musikverrücktheit» bleibt natürlich auch etwas davon in der Familie hängen. Tochter Meike studiert Musik, Sohn Tim ist ein begeisterter Schlagzeugspieler. Nur seine Frau Angelika hat sich nicht vom Notenfieber anstecken lassen und ist die einzige Instrumentenlose im Haus der Familie Albers in Wellinghofen. jöb

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