Hier wird in Dortmund am häufigsten eingebrochen - und hier am wenigsten

mlzEinbrüche

Die Einbruchszahlen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Doch nicht überall in Dortmund wird gleich viel eingebrochen. Ein Überblick.

Dortmund

, 08.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp 1600 Wohnungseinbrüche mit Diebstahl gab es 2018 in Dortmund. Über 400 Fälle weniger als im Jahr davor. Solche Zahlen gibt die Polizei regelmäßig heraus – mit Auswirkung auf das Sicherheitsgefühl in der Stadt. Grund genug, eine Ebene tiefer zu blicken: Wie sieht der Zeitverlauf der langen Frist aus? Und wie verteilen sich die Einbrüche über die Stadt?

In fast allen Wachbezirken ist die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2016, in einigen sogar seit 2015 rückläufig – teilweise erheblich. Das ist eine gute Nachricht, die auch damit zusammenhängt, dass die Polizei den Personaleinsatz für die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen erhöht hat. Auch für die erste Hälfte von 2019 hat die Polizei jüngst ein Rekordtief bei der Zahl der Wohnungseinbrüche vermeldet. Nicht überall gibt es allerdings gleich viele Einbrüche.

Spitzenreiter bei den Wohnungseinbrüchen ist der Bezirk der Wache Huckarde. Darunter fallen die Stadtteile Huckarde, Dorstfeld, Kirchlinde, Rahm, das Jungferntal und Deusen. 224 Wohnungseinbruchsdiebstähle weist die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für diesen Bereich aus. Huckarde ist auch einer der Bezirke, in der die Einbruchszahl von 2017 auf 2018 leicht gestiegen ist.

Die wenigsten, nämlich 87, Einbrüche gab es im Bereich der Wache in Asseln. Dazu gehören Neuasseln, Brackel und Wickede.

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Einbruchszahlen für Dortmund von 2013 bis 2018

So haben sich die Zahlen der Wohnungseinbrüche in den Wachbezirken der Polizei Dortmund seit 2013 entwickelt.
07.08.2019
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Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Mitte und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Nord und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Aplerbeck und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Asseln und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Eving und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Hörde und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Hombruch und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Huckarde und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Körne und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Lütgendortmund und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Mengede und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch
Zahl der Wohnungseinbrüche im Bezirk der Polizeiwache Scharnhorst und Zahl der aufgeklärten Fälle von 2013 bis 2018.© Bastian Pietsch

Besonders gefährdet für Wohnungseinbrüche sind Gegenden, in denen eine gewisse Anonymität herrscht, erklärt Polizeisprecher Peter Bandermann. „Wenn in einer kleinen Sackgasse eine fremde Person umherläuft und sich vielleicht auch noch suchend umschaut, dann fällt das sofort auf. An einer Hauptstraße ist das nicht der Fall.“ Die dichter bewohnten Viertel rund um die Innenstadt seien dafür Beispiele. Ob eine Wohngegend eher vermögend ist oder nicht, spiele dagegen nicht immer eine Rolle.

Geringe Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist relativ gering. Zwischen 5 und 15 Prozent liegt sie für die meisten Wachbezirke, mit Ausreißern nach oben bei der Wache in Aplerbeck und der Polizeiwache Nord.

Der Grund dafür: Oft gebe es einen großen zeitlichen Abstand zwischen dem Einbruch und dem Moment, in dem der Bewohner den Einbruch entdeckt – zum Beispiel, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. „Dann gibt es wenig bis keine Hinweise zum Täter oder zum Tatzeitpunkt“, sagt Peter Bandermann.

Entscheidend für Aufklärung und vor allem Prävention von Einbrüchen sind die Bürger, betont die Polizei. Die weitaus meisten Taten würden von Bürgern gemeldet und eine aufmerksame Nachbarschaft sei neben richtig gesicherten Türen und Fenstern auch ein guter Schutz gegen Einbrüche.

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