Hilferuf für Gut Brünninghausen

Nach dem Großbrand

Ein Feuer als Initialzündung: Als es Anfang März im alten Pferdestall brennt, fühlen auch sie sich alarmiert. Hans Bohrmann und Walter Neuhaus sorgen sich um den Erhalt der des historischen Guts Brünninghausen. Deshalb schreiben sie an die Bezirksvertretung und bitten um Hilfe. Ein verzweifelter Hilferuf.

BRÜNNINGHAUSEN

05.04.2011, 06:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein trauriges Bild bietet nach dem Feuer von Anfang März das alte Gut Brünninghausen.

Ein trauriges Bild bietet nach dem Feuer von Anfang März das alte Gut Brünninghausen.

Bohrmann und den anderen Mitgliedern der hierfür gegründeten Initiative liegt viel an den historischen Gebäuden auf dem Gut Brünninghausen, an Pferdestall, Mühle und Hofekammer. „Es gibt wenig Baulichkeiten im Stadtbezirk, die auf eine so frühe Zeit zurückgehen“, sagt Bohrmann. Er will, dass sich die Hombrucher stärker für die Historie des Geländes und seine Verdienste für den Bergbau interessieren. „Umso besser, wenn dort eine neue Nutzung denkbar ist, die uns das vor Augen führt.“

Eine neue Nutzung ist schon lange angedacht. Investor Marios Tampris hatte im Sommer 2009 einen Vorvertrag unterzeichnet. Im Juli 2010 gab es Entwürfe, bis zu 60 Millionen Euro, u.a. für eine Rehaklinik und ein Wellness-Zentrum auf dem nördlichen Grundstück des Botanischen Gartens Rombergpark zu verbauen. Seitdem ist nichts passiert. Nur der Brand im alten Pferdestall, bei dem die Polizei von Brandstiftung ausgeht. Auch Tampris läuft jetzt die Zeit davon. Im Juni läuft die zweijährige Option des Vorvertrags ab.

Bohrmann & Co. haben nichts gegen einen Investor. „Nur wenn investiert wird, gibt es die Chance, dass Teile der historischen Gebäude neu genutzt werden“, sagt Bohrmann. Er und die anderen haben nur ein Anliegen: den Erhalt der bedeutenden Teile des alten Guts. Sich dafür einzusetzen, bitten sie die Bezirksvertretung. Ideen für neue Nutzungsmöglichkeiten haben sie: von einem Hotel mit Restaurant bis zu einem Umweltbildungsforum, einer Hausbrauerei mit Ausschank und einem kleinen Freilichtmuseum. Das wäre eine große Aufwertung für den Stadtbezirk, schließt ihr Schreiben.

In den vergangenen Jahren sei ja im Wesentlichen geredet worden, so Bohrmann. Er will nicht, dass es noch einmal brennen muss. Es ist ja fast alles aus Holz auf dem alten Gut. „Und wenn es da richtig brennt, ist es endgültig zu spät.“

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