Hitze begünstigt Kohlenmonoxid-Unfälle – Feuerwehr Dortmund warnt

CO-Vergiftungen

Eine Kohlenmoxid-Vergiftung durch die Heizungstherme im Sommer, bei dieser Hitze? Tatsächlich: Aktuell treten öfter auch tödliche Kohlenmonoxid-Unfälle auf. Das ist der Grund.

Dortmund

26.07.2019, 14:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hitze begünstigt Kohlenmonoxid-Unfälle – Feuerwehr Dortmund warnt

Ein CO-Melder kann im Zweifel Leben retten. © picture alliance / Franziska Gab

Eine Kohlenmoxid-Vergiftung durch die Heizungstherme im Sommer klingt zunächst einmal unwahrscheinlich. Doch das ist es keineswegs: Die hohen Temperaturen begünstigen sogar Kohlenmonoxid-Unfälle. Davor warnt auch die Feuerwehr Dortmund bei Twitter.

Grund dafür ist ein hitzebedingter Abgasrückstau. Denn die Therme ist auch im Sommer aktiv, um Warmwasser zu produzieren. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen. Ursache können aber auch eine Dunstabzugshaube oder eine Klimaanlage sein, die die sauerstoffreiche Luft ins Freie abgeben und die kohlenmonoxidreiche Luft aus dem Abgasrohr zurück in Bad und Wohnung ziehen.

Fenster und Türen öffnen

Die Feuerwehr rät daher, beim Betrieb der Therme für Warmwasser auch im Sommer unbedingt Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme montiert ist, die gleichzeitige Nutzung der Dunstabzugshaube und der Klimageräte zu vermeiden – und im Zweifel CO-Melder zu Hause zu installieren.

Auch in Dortmund ist es in diesem Jahr laut Feuerwehr schon zu mehreren Einsätzen gekommen, bei denen Personen zu viel CO eingeatmet und dadurch das Bewusstsein verloren haben. Tödliche Unfälle gab es glücklicherweise nicht. Bei einer starken Vergiftung werden die Betroffenen in eine Druckkammer gebracht, in welcher sie dann mit reinem Sauerstoff behandelt werden, erklärt ein Sprecher der Dortmunder Feuerwehr.

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