Hochzeits-Musiker tauchte nicht auf

DORTMUND Überraschung im Vergewaltigungsprozess gegen einen 29-jährigen Hochzeitsmusiker: Der Angeklagte ist am Freitag einfach nicht vor Gericht erschienen.

von Von Jörn Hartwich

, 18.01.2008, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hat er es plötzlich mit der Angst zu tun bekommen? Immerhin droht ihm eine Gefängnisstrafe. Geflohen ist er aber auf jeden Fall nicht. Der 29-jährige, der zurzeit in Dortmund wohnt, hatte sich schon am Morgen bei seinem Anwalt gemeldet. Angeblich befindet er sich bei Verwandten in Kamp-Lintfort. Und zwar im Bett – wegen eines Bandscheibenvorfalls.

Richter Helmut Hackmann wollte das natürlich genauer wissen. Der Vorsitzende unterbrach die Sitzung und setzte sich selbst ans Telefon. Neue Erkenntnisse brachte sein Anruf aber wohl auch nicht. Die Frage, die sich nun stellte, war natürlich die: Ist der Angeklagte wirklich reiseunfähig? Falls er nur simuliert, könnte Haftbefehl erlassen werden.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, schickte das Gericht noch am selben Tag einen Amtsarzt auf den Weg. Ein Ergebnis wurde aber nicht mehr bekannt. Fest steht aber schon jetzt: Der Prozess wird sich weiter verzögern.

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