Die City und drei weitere Innenstadt-Bezirke sind bislang als Bewohner-Parkzonen ausgewiesen. © Menne (A)
Verkehrsplanung

Höhere Parkgebühren für Anwohner in Dortmund?

Ab 2022 sollen die Kommunen über die Park-Preise für Anwohner entscheiden dürfen. In Dortmund denkt man zurzeit grundsätzlich über ein Parkraum-Management nach - auch über Geld.

Einheitlich 30,70 Euro für ein Jahr kosten aktuell Bewohner-Parkausweise in NRW. Das könnte sich bald ändern, wenn das Land den Kommunen auch hier die Kostenregelung überlässt.

Konkrete Pläne zu einer Erhöhung von Parkgebühren für Anwohner oder auch für City-Besucher gibt es in Dortmund allerdings nicht. Noch nicht.

Es laufen aber langfristig politische Beratungen im Rahmen des „Masterplans Mobilität 2030“, erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde. Ein Thema ist dabei, ein Konzept „Ruhender Verkehr und öffentlicher Raum“ und ein Parkraum-Management zu entwickeln. Auch Tarifanpassungen sind dabei ein wichtiger Punkt.

Man wolle dazu auch Daten aus vergleichbaren Städten als Vergleich heranziehen, heißt es. Konkrete Vorschläge wird es wohl frühestens zum Ende des Jahres oder im Jahr 2022 geben. Stadtsprecher Christian Schön weist darauf hin, dass in NRW noch kein Rechtsrahmen besteht und nicht klar sei, auf welcher Grundlage eine Gebührenhöhe überhaupt festgelegt werden könne: „Ob die Fahrzeuggröße dabei eine Rolle spielt, ist somit noch nicht geklärt. Die Stadt Dortmund wird sich zu gegebener Zeit damit befassen.“

Neue Bewohner-Parkzonen geplant

Im Vordergrund steht in Dortmund erst einmal die Ausweitung von Bewohner-Parkzonen, in denen überhaupt Parkgebühren von Anwohnern erhoben werden. Bislang gibt es die außer für die City und im Stadtteil Hörde nur in drei Innenstadt-Quartieren (Klinikviertel, Chemnitzer Straße, Gerichtsviertel). Zwei weitere (Gutenbergstraße, Löwenstraße) folgen ab Anfang November.

Nach und nach sollen so Bewohner-Parkzonen im gesamten Kragen rund um das Stadtzentrum eingerichtet werden. Bis die gesamte Innenstadt mit insgesamt 21 Quartieren abgedeckt ist, wird es aber noch Jahre dauern.

In den betroffenen Gebieten gibt es bei den Anwohnern immer wieder auch Widerspruch zur Parklizenzierung. Angesichts der Widerstände und der Notwendigkeit, erst einmal weitere Bewohner-Parkzonen einzurichten, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Gebühren kurzfristig erhöht werden.

Mit Blick auf die Parkgebühren für Besucher in der City oder anderen Teilen der Stadt gab es zuletzt auch Forderungen aus der Politik, im Rahmen der Verkehrswende und der Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel das Parken teurer zu machen.

Auch da rechnet Planungsdezernent Ludger Wilde aber nicht mit einer kurzfristigen Entscheidung. Ziel sei es aktuell, dem City-Handel nach der Corona-Krise wieder auf die Beine zu helfen, gibt er zu bedenken. Eine Erhöhung der Parkgebühren könnte da eher kontraproduktiv sein.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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