Der Brüderweg in der Dortmunder City vor der Eröffnung des Stadtbahntunnels 2008. Das Bild stammt aus dem Jahr 2006. © Knut Vahlensieck (Archivbild)
Hausbesitzer verklagte Behörden

Höheres Grundwasser in der City wegen Stadtbahn-Tunnel? Entscheidung gefallen

Hunderte Liter Wasser muss ein Hausbesitzer am Brüderweg angeblich pro Minute abpumpen, damit seine Tiefgarage nicht vollläuft. Schuld sei der Stadtbahn-Tunnel, glaubt er - und zog vor Gericht.

Der Besitzer des Geschäftshauses, zu dem auch die Tiefgarage gehört, wollte vor dem Verwaltungsgericht erreichen, dass die Bezirksregierung Arnsberg und die Stadt Dortmund geeignete Maßnahmen ergreifen müssen, um das Grundstück künftig vor aufsteigendem Grundwasser zu schützen.

Das Immobilien-Unternehmen ist nämlich davon überzeugt, dass der Bau der U-Bahn zwischen Reinoldikirche und Ostentor den Grundwasserspiegel am Brüderweg durcheinandergebracht hat. Derzeit müssen angeblich rund zwei Badewannen-Füllungen Wasser pro Minute in den städtischen Abwasserkanal gepumpt werden, damit die Tiefgarage nicht vollläuft.

Das Verwaltungsgericht hatte an zwei Verhandlungstagen mehrere Zeugen vernommen und auch zwei Sachverständige gehört. Und die waren zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Während einer einen Zusammenhang zwischen U-Bahn-Bau und Grundwasseranstieg kategorisch ausschloss, hielt der andere dies doch für möglich.

Die Richter entschieden am Ende, dass diese entscheidende Frage einfach nicht mehr aufzuklären ist. Ein Mitarbeiter des Tiefbauamts hatte außerdem als Zeuge ausgesagt, dass er schon als Student auf der Baustelle war, als 1990 – lange vor der U-Bahn – das Hochhaus gebaut wurde. Und schon da habe es Probleme mit dem Grundwasser gegeben.

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