Hörde - ein Stadtteil im Wandel

Stadtteil-Serie - Folge 18

Der 18. Stadtteil, den wir vorstellen, hat eines der Wahrzeichen der Stadt zu bieten: den künstlichen Phoenix-See, den es erst seit 2010 überhaupt gibt. Auch sonst hat sich der Stadtteil Hörde im gleichnamigen Stadtbezirk durch den Strukturwandel in den letzten Jahren stark verändert. Wir erzählen die Geschichte von Hörde.

HÖRDE

, 07.07.2015, 02:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Phoenix-See in Hörde ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Der Phoenix-See in Hörde ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Kurzbiografie 

Die kritische Dokumentation "Göttliche Lage" machte 2014 den Stadtteil bundesweit bekannt: Hörde ist ein Stadtteil im gleichnamigen Stadtbezirk. Der Strukturwandel hat Hörde in den vergangenen Jahren stark verändert.

Die ehemals selbstständige Stadt in der Grafschaft Mark des Landkreises Hörde wurde zuerst in einer Urkunde des Kaisers Ottos IV im Jahr 1198 erwähnt. Die ersten Hörder waren Wellinghofer, die auf den Wunsch des Grafen Adolf von der Mark in das Gebiet siedelten. Um einen Gegenpol zu Dortmund zu bilden, erhielt Hörde dann später Stadtrechte. Viele Jahre später wurde Hörde dann 1928 zu Dortmund eingemeindet.

Lage

Der große Stadtteil liegt in der Nähe der Dortmunder City und grenzt an viele andere Stadtteile des Südens. Der künstliche Phoenix-See prägt das Stadtbild, aber auch die Emscher sowie der Hörder Bach fließen durch Hörde. Im Norden liegt der Remberg, im Süden der Clarenberg.

Verkehr 

Der alte Bahnhof wurde abgerissen, dort steht jetzt ein Neubau. Hier kommt man mit der Regionalbahn in weniger als zehn Minuten zum Hauptbahnhof. Direkt nebenan liegen auch eine U-Bahn-Haltestelle und der Busbahnhof. Der Knotenpunkt ist wichtig für den Dortmunder Verkehr, von hier kommt man auch in viele entlegenere Stadtteile. Stark befahrene Straßen sind etwa die Märkische Straße, die Faßstraße und die Schüruferstraße.

Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten

Im Zentrum in der Nähe des Bahnhofs liegt die Hörder Fußgängerzone. In dem für Autos gesperrten Bereich befinden sich viele Geschäfte und Lokale. Außerdem gibt es beliebte Veranstaltungsorte wie das Hansa Theater oder das Cabaret Queue.

Wohnumfeld

Wohnen in Hörde geht ganz unterschiedlich: In der Nähe des alten Stahlwerks gibt es Altbauten. Nach dem Krieg wurden Hochhaussiedlungen am Clarenberg gebaut. Außerdem gibt es neue Luxuswohnungen rund um den Phoenix-See.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das ist Hörde

Hier gibt es viel zu entdecken und erleben: Hörde liegt im gleichnamigen Stadtbezirk im Dortmunder Süden. Der Stadtteil hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt - nicht nur aufgrund des Phoenix-Sees. Wir erzählen seine Geschichte.
06.07.2015
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Ein Blick über den Hörder Nordosten.© Foto: Oliver Schaper
Vor wenigen Jahren war Hörde noch eine Baustelle.© Foto: Oliver Schaper
Nach der Flutung wurde aus dem Krater im Boden der Phoenix-See.© Foto: Oliver Schaper
Der See ist ebenso ein Naherholungsgebiet wie ein beliebter Ort für Segler.© Foto: Oliver Schaper
Die Stadtmeisterschaften im Rudern werden auf dem Phoenix-See ausgeführt.© Foto: Oliver Schaper
Die Schlanke Mathilde: Diese Laterne ist ein Wahrzeichen des Orts.© Foto: Oliver Schaper
Auch für die Tierwelt ist Hörde ein lebendiger Stadtteil.© Foto: Oliver Schaper
Das Gelände Phoenix-West zeigt Spuren der Industrie im Stadtteil.© Foto: Oliver Schaper
Heute ist die Phoenix-Halle im Westen ein Veranstaltungszentrum.© Foto: Oliver Schaper
Wichtiger Verkehrsknotenpunkt für ganz Dortmund: Der Bahnhof Hörde.© Foto: Oliver Schaper
Ein Grüngürtel verbindet Phoenix-West und Phoenix-See.© Foto: Oliver Schaper
Die Hörder Burg in pinkes Licht getaucht bei der Kirmes.© Foto: Oliver Schaper
2011 war das Festival Rock in den Ruinen zu Besuch auf Phoenix-West.© Foto: Oliver Schaper
In der Wohnsiedlung Am Clarenberg wohnen die Hörder auch in Geschossbauten.© Foto: Oliver Schaper
Neben einem neuen Bahnhof hat Hörde auch eine neue Feuerwehrwache.© Foto: Oliver Schaper
In der Nähe der Fußgängerzone steht das Hörder Amtshaus.© Foto: Oliver Schaper
Der Phoenix-See ist ein beliebtes Ausflugsziel.© Foto: Oliver Schaper
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Familientauglichkeit 

Nur etwa 15 Prozent der Hörder Bewohner sind unter 18 Jahre alt. Für sie gibt es jedoch zwei Jugendfreizeitstätten. Mit 13 Kindertagesstätten (962 Plätze), vier Grundschulen und fünf weiterführenden Schulen liegt Hörde deutlich über dem Durchschnitt.

Leben im Alter

Etwa so viele alte wie junge Bewohner hat Hörde. Für sie gibt es zwei Altenheime (109 Plätze) in Hörde und vier Seniorenbegegnungsstätten.

Stadtteilleben 

Seit 2013 gibt es das Hörder Brückenfest. Ende Juni dieses Jahres ging es mit 70 Ständen und Mitmachaktionen an 14 Brücken in die zweite Runde. Abgesehen davon gibt es ein reges Leben im Stadtteil.

Unser Tipp 

Alle sprechen über den Phoenix-See, wir liefern einen Geheimtipp: Der Hörder Neumarkt hat sich in den vergangenen Jahren in ein lebhaftes Viertel für Künstler entwickelt.

Sie haben noch Hinweise zu Ihrem Stadtteil? Wir freuen uns über Ihren Kommentar unter diesem Artikel.

 

 

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