Hörder Familie kann hoffen

hörde Nach einem Telefonat zwischen der neuen Bethanien-Chefärztin Dr. Ahrens und einem Neurologen auf Mallorca steht fest: Die vor 30 Tagen nach einem Schlaganfall ins Koma gefallene Ingeborg Herkelmann kann nach Hause geflogen werden.

26.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fast zeitgleich liefen gestern zwei gute Nachrichten zusammen: die Nachricht vom immer noch kritischen, aber hoffnungsvollen Gesundheitszustand der 71-Jährigen aus der Cimbernstraße und die Nachricht von einem Kontostand der Volksbank Am Ölpfad - auf dem bis gestern 11 500 Euro eingegangen waren. Gespendet von mitfühlenden Leserinnen und Lesern der Ruhr Nachrichten nach einem Aufruf des Sozialdienstes katholischer Frauen und des Stadtteilbüros an der Niederhofener Straße. Dort hatte Ingeborg Herkelmanns Ehemann Walter verzweifelt um Hilfe gebeten (wir berichteten), weil seine Krankenkasse den Rücktransport von Mallorca nach Dortmund nicht bezahlen kann und er keine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hatte. Einen Monat nach dem Schlaganfall waren keine Fortschritte erkennbar, so dass auch die Töchter nicht weiter wussten. Die fließend spanisch sprechende Ruhr Nachrichten-Mitarbeiterin Lena de BoerDr. Antje AhrensDortmunder Zeitung (Foto links) bereite gestern um 9 Uhr den Durchbruch vor: Im Bethanien-Krankenhaus, wo ihr Vater Ubbo de Boer Geschäftsführer ist, überstieg sie die Sprachbarrieren und forderte den behandelnden Neurologen ans Telefon. Die neue Chefärztin (Foto rechts) übernahm das Gespräch, stellte Fragen, notierte Daten und informierte die Herkelmann-Töchter Sonja Schepers und Sabine Iske: "Ihre Mutter ist transportfähig." 10 Minuten später verließ ein Fax Richtung DRK-Flugdienst Bonn das Krankenhaus. Am Mittag der Anruf von Susanne Smolen vom Sozialdienst katholischer Frauen: Die Leserinnen und Leser der RN haben 11 500 gespendet, Geld kommt auch vom Rotary-Club Dortmund-Hörde. ban

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