Hörder Urgestein Edith Mütherich feiert ihren 95. Geburtstag

mlzHörder Persönlichkeit

Ein Hörder Original wird 95 Jahre alt. Edith Mütherich, langjährig aktiv im TSC Eintracht und KFD-Gründungsmitglied, feiert am Samstag ihren Geburtstag. Die große Party musste verschoben werden.

Hörde

, 18.04.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Auswirkungen der Corona-Krise tragen Schuld daran, dass die große Geburtstagsfeier eines Hörder Urgesteins nicht wie geplant am Samstag (18.4.) im Haus Überacker stattfinden kann. Die Feierlichkeiten zum 95. Geburtstag von Edith Mütherich haben Freunde und Familie kurzum verschieben müssen.

Das trübt aber keinesfalls die Verdienste des Geburtstagskindes für seinen Stadtteil. Seit den 1970er-Jahren hat sich Edith Mütherich immerzu für Hörde und die Hörder eingesetzt. Edith Mütherich hat hat das Leben in Hörde maßgeblich mitgeprägt, mit Eifer und ansteckender Freude die Menschen im Stadtteil mitgerissen sowie bewegt.

Mitbegründerin der KFD

45 Jahre lang gehörte die gebürtige Hörderin der Damen-Gymnastikgruppe des TSC Eintracht an. Große Fußabdrücke hinterließ Mütherich mit ihrem unermüdlichen Engagement auch in der Gemeindearbeit von St. Bonifatius.

Immer für einen Spaß zu haben: Edith Mütherich.

Immer für einen Spaß zu haben: Edith Mütherich. © Müller

So gehörte Edith Mütherich 1981 zu den Mitbegründerinnen der KFD (Katholischer Frauenverband Deutschland) in der Gemeinde St. Bonifatius.

Hervor trat Mütherich auch an Weiberfastnacht-Abenden, bei denen sie bis 2019 auf der Bühne stand und für Stimmung sorgte. Auch war sie über Jahre hinweg als Schneiderin an der Fertigung der Party-Kostüme beteiligt.

Hörde immer treu geblieben

Geboren wurde die Dortmunderin als Edith Stümpel am 18. April 1925 als Tochter einer Schneiderin und eines Hoesch-Hochofen-Arbeiters im Haus Goldstraße 38 (heute Faßstraße) – ein ehemaliges Schulhaus, das der Bergwerks- und Hüttenverein zum Wohnhaus hatte umbauen lassen.

Edith Mütherich als Jugendliche in den 1940er-Jahren.

Edith Mütherich als Jugendliche in den 1940er-Jahren. © Müller

1944 musste das Haus aufgrund eines Brandschadens abgerissen werden, die Familie blieb Hörde treu, zog in die Chattenstraße um. Im Jahr 1947 heiratete Edith Stümpel Heinz Mütherich, einen Einkäufer im Bergbau, der aus Schloß Neuhaus bei Paderborn nach Dortmund gekommen war.

Sport ein wichtiger Teil im Leben

Das Paar bezog eine Wohnung am Hörder Neumarkt und bekam zwei Töchter. Ihr Ehemann engagierte sich lange Zeit im TSC Eintracht. Edith Mütherich und die beiden gemeinsamen Töchter taten es ihm gleich.

Jetzt lesen

Sport war immer ein wichtiger Bestandteil im Leben von Edith Müthrich. Gemeinsame Wanderungen und Fahrradtouren wurden lange Jahre auch außerhalb des Vereinslebens wahrgenommen. Mittlerweile hat das Geburtstagskind den Sport altersbedingt an den Nagel gehängt. Der körperlichen und geistigen Fitness hat das keinen Abbruch getan.

Es gratulieren einer sehr fleißigen und hilfsbereiten Jubilarin: die Familie, Enkeltöchter und ein Urenkel. Die Redaktion schließt sich den Glückwünschen zum 95. Geburtstag an.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt