Hoeschpark soll neuen Betreiber bekommen

Rat entscheidet

Wachwechsel im Hoeschpark: Die Stadt will die 1941 eröffnete Anlage in der Nordstadt zu einer attraktiven Sport- und Freizeitstätte aufblühen lassen. Die anstehenden Aufgaben soll aber nicht mehr von der Sportwelt Dortmund gGmbH begleitet werden. Die Stadt hat einen neuen Betreiber.

DORTMUND

, 06.12.2016, 01:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Baseballteam hat im Hoespark ebenso eine Heimat gefunden wie die Dortmunder Giants und viele andere. Allerdings sind viele Anlagen in die Jahre gekommen und müssen saniert werden.

Das Baseballteam hat im Hoespark ebenso eine Heimat gefunden wie die Dortmunder Giants und viele andere. Allerdings sind viele Anlagen in die Jahre gekommen und müssen saniert werden.

Um „die vorhandenen Personalressourcen besser zu nutzen“, soll die Revierpark Wischlingen GmbH den Betrieb des Hoeschparks und des Freibades Stockheide übernehmen. Und das bereits ab Januar 2017. Die sieben Mitarbeiter, die den Park pflegen und im Freibad die Aufsicht übernehmen, sollen ihre Jobs behalten. Sie sollen entweder beim Revierpark oder beim Personaldienstleister für den Revierpark unterkommen. Die beiden Ausbildungsstellen, die die Sportwelt gGmbH im Garten- und Landschaftsbau bietet, werden von den städtischen Sport- und Freizeitbetrieben übernommen und dem Lehrbetrieb des Westfalenparks angedockt.

Dafür, dass er den Betrieb im Park und die Pflege der Anlagen übernimmt, erhält der Revierpark Wischlingen einen städtischen Zuschuss von 480.000 Euro/Jahr. Sollte die Summe nicht reichen, stellt die Stadt eine Erhöhung in Aussicht. Darüber hinaus erhält der Revierpark pro Jahr weitere 100.000 Euro für kleinere Investitionen wie etwa Reparaturen und Instandhaltungen.

Neue Perspektive für Stockheide?

Das große Geld muss ohnehin die Stadt investieren. Sie hofft auf Zuschüsse aus Landes-, Bundes- oder EU-Töpfen, wenn es beispielsweise darum geht, den Park über eine weitere Straße aus Richtung Norden (über die Westfalenhütte) zu erschließen. Das hat auch Bedeutung für das schwer Reparatur anfällige Freibad Stockheide: Stellt sich heraus, dass eine zweite Erschließung machbar ist und sie mit dem Bau einer Stellplatzanlage kombiniert werden kann, bekommt auch Stockheide wieder eine Perspektive. Betriebstechnik, Becken und Gebäude sind sanierungsbedürftig.

Nicht das einzige Vorhaben: Die Sportvereine im Hoeschpark, allen voran die Baseballer der „Dortmund Wanderers“ und die American Footballer der „Dortmund Giants“, benötigen ein Funktionsgebäude mit Umkleiden und Besprechungsräumen. Darüber hinaus müssen die Spiel- und Freizeitangebote im Park erneuert werden. Und bevor es soweit ist, muss die Stadt eine Lösung präsentieren, wie sie verhindern will, dass steigendes Grundwasser den Wald im Hoeschpark („Brügmanns Hölzchen“) versumpft. Ihre Idee: Das Grundwasser soll, vermutlich durch eine Drainage, dauerhaft in die Körne abgeleitet und so gesenkt werden. Bis es soweit ist, sollen behelfsweise vier Wasser-Messstellen zu Brunnen ausgebaut werden, um das Grundwasser dort abzuschöpfen.

Finanzielle Risiken?

All diese Maßnahmen sollen künftig von den Profis des Revierparks begleitet werden. Das bedeutet: Neben dem Dortmunder Stadtrat muss auch der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) sein Okay geben. Nach wie vor hält der RVR als Mitgesellschafter 50 Prozent Anteile an Wischlingen – trotz des voran gegangenen Hickhacks um die Gründung einer Revierpark-Dachgesellschaft, an der sich Dortmund nicht beteiligt.

478.000 Euro/Jahr schickt der RVR als Zuschuss nach Wischlingen, eine gleich hohe Summe schiebt die Stadt als weitere 50 Prozent-Gesellschafterin nach. Die Forderung des RVR: Er möchte gesichert wissen, dass er von allen Risiken aus der Bewirtschaftung des Hoeschparks freigestellt wird.

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Und die Sportwelt Dortmund gGmbH? Den Betrieb des Hoeschparks und Stockheide gibt sie ab. Die anderen Frei- und Hallenbäder, in denen sie Regie führt, behält sie weiterhin unter ihre Fittiche.

 

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