Hoffentlich kommt viel in die Quere

Ob Geländer, Stromkästen, Büsche oder Mauern: Kevin Zey (16), Roy Tsah (26) und Kai Collis (17) überwinden Hindernisse mit spielerisch wirkender Leichtigkeit.

25.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Wir sind 'Parkour'-Läufer. Egal was uns in die Quere kommt - unser Ziel ist es, eine gerade Strecke von A nach B zu laufen", erklärt Tsah das ungewöhnliche Hobby. Einzige Einschränkung, wie sie beteuern: Das Überwinden der Hindernisse dürfe nicht illegal sein.

Seit einem Jahr treffen sich die drei Jungs regelmäßig, um Sprünge zu trainieren und natürlich die richtige Technik, um sich abzurollen. "Oberstes Gebot ist, dass man Respekt hat", so Zey. Wenn man die Distanz nicht richtig einschätzen könne, lande man "ruck zuck auf der Intensivstation", stimmt Tsah zu. Immerhin werden große Abstände überwunden.

Tsah: "Unsere beste Aktion war es, aus dem Stand auf einen 1,5 Meter weit entfernten und 2 Meter tiefer gelegenen Gegenstand zu springen." Dabei hatte der 26-Jährige bis vor einem Jahr mit großer Höhenangst zu kämpfen. "Inzwischen lege ich locker zwei bis drei Meter Höhenunterschied zurück."

Auf der Straße ernte man zuweilen kritische Blicke von Passanten, so Zey. Daher gehen die Jungs ihrem Hobby gerne nachts nach. "Wir laufen nicht, um andere zu beeindrucken, sondern nur für uns, und nachts hat man die Stadt für sich", so Tsah.

Parkour sei eine schöne Alternative zu PC-Spielen und Fernseh-Sendungen. Zudem seien Alkohol und Drogen unter den Läufern verpönt. "Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen und Spaß zu haben", so Collis. Man wisse nie, wie lange man fit genug sei, um Sport zu treiben, fügt Tsah hinzu. Deswegen lautet sein Motto: "Lauf, solange du kannst." sp www.j-nrw.de

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