Holte-Schüler freuen sich über Weltraumspielplatz mit Planetenrutsche

mlzEinzigartiges Spielgerät

Der Stadtteil Lütgendortmund ist um eine Attraktion reicher: Seit zwei Wochen gibt es an der Limbecker Straße einen Weltraumspielplatz. Und der macht nicht nur Kinder glücklich.

Lütgendortmund

, 27.02.2019, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geschichte des neu gestalteten Spielplatzes an der Limbecker Straße ist eine besondere: Nicht nur, weil auf dem Areal an der Holte-Grundschule seit zwei Wochen ein echtes Unikat in Form einer sechs Meter hohen Planetenrutsche steht, sondern auch, weil sich das Schülerparlament mit viel Herzblut und Engagement in das Projekt eingebracht hat. „In dieser Größenordnung haben wir das noch nicht gehabt“, sagt Daniel Binder, Leiter des Büros für Kinder- und Jugendinteressen im Jugendamt Dortmund.

Ihren Anfang nahm die Geschichte mit einem Sack voller Briefe, den die Schüler vor drei Jahren an das Büro des Jugendamts schickten. Alle Briefeschreiber wünschten sich dasselbe: Der Spielplatz muss unbedingt neu gestaltet werden. Ihr Wunsch fand nicht nur Gehör, die Kinder wurden auch von Anfang an in die Planung einbezogen. Das Motto Weltraumspielplatz geht – natürlich nach einem demokratischen Prozess – auf ihre Wünsche zurück.

Holte-Schüler freuen sich über Weltraumspielplatz mit Planetenrutsche

© Beate Dönnewald

Eine Eröffnungsfeier nach Maß

Keine Frage, dass so ein außergewöhnliches Projekt auch gebührend gefeiert werden muss. Das taten am Dienstagvormittag viele große und kleine Menschen. Schüler, Lehrer, Eltern und offizielle Gäste. Es war eine Eröffnungsfeier nach Maß: mit blauem Himmel, Sonnenschein, Musik, Snacks, Getränken und vor allem mit lauter glücklichen Gesichtern. Rektorin Dr. Martina Röhr und ihr Schulchor sorgten für ein kurzweiliges Rahmenprogramm.

Holte-Schüler freuen sich über Weltraumspielplatz mit Planetenrutsche

Hier demonstrieren Emily und Celine die Kometenplatten und das Mondfahrzeug. © Beate Dönnewald

Passend zur Astronautenkulisse sangen sie Planetenlieder: „Im Himmel ist die Hölle los“, „Hallo Mars“ und „Komet XXL“. Vorab hatten sich Vertreter des Schülerparlaments bei den Spendern und Unterstützern bedankt. Martina Röhr freute sich in ihrer Rede besonders darüber, dass die damaligen Erstklässler, die heute in der vierten Klasse sind, den neu gestalteten Spielplatz noch nutzen können.

Holte-Schüler freuen sich über Weltraumspielplatz mit Planetenrutsche

Auf den Astronautenhelmen können sich die Kinder ausruhen oder sie als Hüpfsteine nutzen. © Beate Dönnewald

„Das ist das Ergebnis eurer Denkarbeit“

Daniel Binder betonte vor allem die Exklusivität des Spielgeräts: „Eure Planetenrutsche gibt es nur ein einziges mal auf der Welt. Die findet man in keinem Katalog, denn sie wurde ganz nach euren Vorstellungen angefertigt.“ Und Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp sagte: „Das ist das Ergebnis eurer Denkarbeit.“

Auch abseits der offiziellen Reden hagelte es für den Spielplatz Komplimente. Johannes Blume vom Spielplatzverein brauchte nur drei Worte: „Echt geil. Wirklich.“ Dass die Realisierung drei Jahre dauerte, sieht er nicht kritisch: „Wenn etwas vom Standard abweicht, braucht das Zeit.“

„Die Rutsche macht gute Laune“

Zu den glücklichsten Menschen an diesem Vormittag gehörte zweifelsohne Rektorin Martina Röhr. „Es ist so schön, dass hier wieder Leben ist und auch viele Familien mit ihren Kindern den Spielplatz wieder nutzen.“ Natürlich habe sie die Planetenrutsche auch schon getestet. Zweimal sogar – einmal gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Ingo Schmidt und mit Schulsekretärin Karin Gerlach. „Die macht einfach gute Laune“, schwärmte sie. Die beiden anderen nickten zustimmend.

Tatsächlich braucht es auch etwas Mut, hoch oben vom Planeten Mars Richtung Erde zu klettern und dann ohne Licht am Tunnel durch die Röhrenrutsche zu sausen. „Die Kinder wollten einen Spielplatz, der nicht für Babys ist, den haben sie nun“, so die Rektorin. Und weil alle ihre 360 Schüler furchtlos sind und die Schlangen entsprechend lang, gibt es einen Rutschplan: In der ersten Pause dürfen die Erst- und Zweitklässler, in der zweiten Pause die Dritt- und Viertklässler rutschen.

Holte-Schüler freuen sich über Weltraumspielplatz mit Planetenrutsche

Die Rakete Ariane ist eine Wippe. © Beate Dönnewald

So wurde die Umgestaltung des Spielplatzes finanziert

  • Die Neugestaltung des Spielplatzes hat 165.000 Euro gekostet. Die Sparkasse Dortmund spendete 60.000 Euro, die Bezirksvertretung Lütgendortmund stellte 30.000 Euro zur Verfügung, das Jugendamt beteiligte sich mit 70.000 Euro und das Deutsche Kinderhilfswerk half mit 5000 Euro aus.
  • Etwas Geld konnte gespart werden, weil die ausgemusterte Röhrenrutsche aus dem Westfalenpark eingebaut wurde.
  • Zur feierlichen Eröffnung kamen gestern Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp, CDU-Fraktionssprecher Jürgen Schröder, Johannes Blume und Heidrun Hellwig vom Spielplatzverein Dortmund, Birgit Burg (Stadtgrün), Yannik Berger (Sparkasse Dortmund) und Daniel Binder (Büro für Kinder- und Jugendinteressen).
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