Nach Umstellung auf Tempo 30: Huckarder Straße soll im Dunkeln leuchten

mlzVerkehrssicherheit

Noch im Dezember 2019 schien Tempo 30 auf der Huckarder Straße keine Option zu sein. Nur wenige Wochen später wurde das Tempolimit dann doch geändert. Und nun folgen weitere Maßnahmen.

Huckarde

, 13.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es waren zahlreiche Unfälle, bei denen Autofahrer im Bereich der Stadtbahn-Haltestelle „Huckarde Abzweig“ im Gleisbett landeten. Bereits seit 2018 setzten sich die Huckarder Bezirksvertreter deshalb für Tempo 30 statt 50 auf der Huckarder Straße ein.

Doch ihre Bemühungen blieben zunächst erfolglos. Noch im Dezember 2019 bestätigte Tiefbauamt-Leiterin Sylvia Uehlendahl, dass das Tempolimit bei 50 km/h bleiben soll. Der Grund: Die Huckarder Straße gehöre zum Hauptverkehrsnetz der Stadt und stelle keine besondere Gefahr dar.

Auch einen Unfall-Schwerpunkt gebe es dort nicht. Im Februar dieses Jahres ruderte die Stadt dann zurück. Ab der Esso-Tankstelle bis kurz hinter der Bahnunterführung gilt seitdem Tempo 30.

Geschwindigkeit ist nicht der Unfall-Grund

„In Abstimmung mit der örtlich zuständigen Polizeiinspektion unter Beteiligung der Verkehrsdirektion wurden die baulichen Gegebenheiten durch die Straßenverkehrsbehörde des Tiefbauamts geprüft“, sagte Stadt-Pressesprecher Christian Schön im Februar.

Die Verkehrsführung sei vor allem für Nicht-Ortskundige zu unübersichtlich. Die Situation sei daraufhin neu bewertet und das Tempolimit eingerichtet worden. Doch nun gehen die Maßnahmen zur Verkehrssicherung und -beruhigung noch einen Schritt weiter.

„Ursache für die Unfälle, bei denen Autofahrer ins Gleisbett fuhren, war nicht nur die ehemalige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h“, sagt CDU-Ratsvertreter Uwe Wallrabe. „Der Hauptgrund dürfte die Unübersichtlichkeit an dieser Stelle sein.“

Die baulichen Gegebenheiten vor Ort mit der Verschwenkung der Fahrbahn parallel zum Gleis der Stadtbahn, hätten den ein oder anderen Fahrzeugführer offensichtlich überfordert. Die Stadt Dortmund hatte deshalb bereits angekündigt, die Situation im Auge zu behalten und gegebenenfalls neu zu bewerten.

Blinklichter sollen helfen

„Nach mehreren Kontaktaufnahmen mit DSW21 gibt es jetzt eine konkrete Maßnahme der Verkehrsbetriebe, die zukünftige Fehleinschätzungen der Autofahrer verhindern soll“, erklärt der Huckarder Ratsvertreter.

DSW21 werde zeitnah sogenannte überfahrbare Glasmarkierungsköpfe setzen lassen, um den Fahrzeugführern den Straßenverlauf bei Dunkelheit aufzuzeigen. Parallel werde das Dortmunder Tiefbauamt die Straßenmarkierungen an der Stelle erneuern.

Die neuen Markierungen sollen den irreführenden Straßenverlauf auch im Dunkeln deutlich sichtbar machen. „Die kommen zum Teil sogar am Flughafen auf dem Rollfeld zum Einsatz, das sollte also hell genug sein“, sagt Uwe Wallrabe. „Und hoffentlich verschätzt sich dann niemand mehr.“

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