Huckarde - wo das Industriezeitalter noch spürbar ist

Stadtteil-Serie

Zeche, Kokerei, Alte Schmiede: Huckarde ist geprägt von der Montanindustrie. Viele Besucher interessieren sich für die vielfältige Industriekultur im Stadtteil. Doch auch sonst hat der Ort seinen Bewohnern viel zu bieten. Für die fünfte Folge geht es deshalb in den Westen.

HUCKARDE

01.07.2015, 02:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Marktplatz in Huckarde ist das Zentrum des Ortes.

Der Marktplatz in Huckarde ist das Zentrum des Ortes.

Kurzbiografie

In Huckarde wohnen 16.686 Menschen (Stand Dezember 2013). Der Ort war lange durch Industrie geprägt. Zeche und Kokerei Hansa' tag=' waren bis zu ihrer Schließung die wichtigsten Arbeitgeber. Inzwischen hat sich der Ort stark gewandelt. Die Zechenschmiede ist ein Kulturzentrum und die Kokerei Hansa ein Industriemuseum. Überhaupt wussten die Huckarder den Strukturwandel zu nutzen. So befindet sich in einem alten Kokerei-Gebäude heute die größte Kletterhalle Nordrhein-Westfalens.

Erste Besiedlungen konnten in Huckarde nahe der heutigen Oberfeldstraße bis in die Zeit um Christi Geburt nachgewiesen werden. In einer Urkunde des Stiftes Essen wird erwähnt, dass Hukretha um das Jahr 860 in den Besitz von Altfrid, Bischof von Hildesheim und Gründer des Stiftes, überging. Bei dem Bau eines Brunnens wurde im Jahr 1810 in dem bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Stadtteil erstmals Steinkohle gefunden. Mit der Gründung der 1980 stillgelegten Zeche Hansa im Jahr 1855 begann auch in Huckarde das Industriezeitalter. Huckarde wurde 1914 eingemeindet.

Lage

Huckarde liegt im Westen zwischen Rahm und Deusen, Niedernette und Dorstfeld.

Verkehr

Über den Bahnhof Huckarde Nord ist Huckarde durch die Linie RB43 (Emschertalbahn) im Regionalverkehr angebunden. Darüber hinaus erhielt Huckarde mit dem Bau der S-Bahn Rhein-Ruhr auch einen eigenen S-Bahn-Haltepunkt im Westen des Stadtteils. Dieser wird von der Linie S2 bedient, welche im 20-Minuten-Takt von Dortmund Hbf nach Herne und dann alternierend die Ziele Recklinghausen, Gelsenkirchen-Essen und Gelsenkirchen-Essen-Altenessen-Oberhausen-Duisburg anfährt. Die Stadtbahnlinie U47 verbindet den Stadtteil mit dem Hafen, dem Hauptbahnhof sowie dem Osten der Stadt. Über die Anschlussstelle Dortmund-Hafen der A45 ist Huckarde an das Bundesfernstraßennetz angeschlossen.

Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten

Mehrere Eisdielen, Restaurants und Kneipen erwartet die Besucher Huckardes. Im Ort gibt es noch viele kleinere Geschäfte an der Rahmer Straße und der Huckarder Straße. Mehrere Supermärkte runden das Angebot ab.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das ist Huckarde

Huckarde ist ein Stadtteil im gleichnamigen Stadtbezirk im Westen. Hier gibt es ein urtümliches Stadtzentrum, Industriekultur und viel Natur. Noch mehr Seiten von Huckarde zeigt unsere Fotostrecke.
30.06.2015
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Diese Wohnsiedlung ist ruhig und in der Nähe des Karl-Exius-Haus gelegen.© Foto: Stephan Schütze
Auf dem Marktplatz in Huckarde findet dienstags und freitags der Wochenmarkt statt.© Foto: Stephan Schütze
Die katholische Kirche St. Christophorus liegt an der Basenachstraße.© Foto: Stephan Schütze
Das Kulturzentrum Alte Schmiede liegt an der Straße Hülshof.© Foto: Stephan Schütze
Jeden Monat gibt es in der Alten Schmiede Jazzmusik.© Foto: Stephan Schütze
Der Stadtteil hat eine lange Tradition.© Foto: Stephan Schütze
Die alte Kokerei Hansa ist heute ein Industriedenkmal.© Foto: Stephan Schütze
Wo einst die Zeche stand, ist heute ein Gewerbepark - Huckarde hat den Strukturwandel geschafft.© Foto: Stephan Schütze
Die Emscherallee ist eine der zentralen Straßen im Stadtteil.© Foto: Stephan Schütze
Die Wohnbebauung im Stadtteil ist sehr gemischt.© Foto: Stephan Schütze
Ein Kiosk an der Emscherallee.© Foto: Stephan Schütze
In der Kokerei Hansa ist auch eine Kletterhalle entstanden.© Foto: Stephan Schütze
Das Karl-Exius-Haus liegt am Wald an der Grenze zu Rahm.© Foto: Stephan Schütze
In Huckarde gibt es viel Grün.© Foto: Stephan Schütze
Die Kirche St. Urbanus ist im romanischen Stil gebaut.© Foto: Stephan Schütze
Fachwerkhäuser umgeben die Kirche im historischen Ortskern.© Foto: Stephan Schütze
So schön ist es an der Marienstraße.© Foto: Stephan Schütze
Die Rahmer Straße ist eine der Haupteinkaufsstraßen.© Foto: Stephan Schütze
Hier finden Huckarder, was sie benötigen.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Rahmer Straße.© Foto: Stephan Schütze
Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule liegt an der Parsevalstraße.© Foto: Stephan Schütze
So grün ist Huckarde an der Parsevalstraße.© Foto: Stephan Schütze
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Wohnumfeld

Fachwerkhäuser, moderne Wohnhäuser, Siedlungsbereiche und Eigenheime: Wie in allen westlichen Vororten gibt es auch in Huckarde einen bunten Architekturmix. Besonders sehenswert ist der älteste Teil Huckardes, der Bereich rund um die katholischen St.-Urbanus-Kirche. 

Familientauglichkeit

In Huckarde gibt es zehn Kindergärten mit insgesamt 591 Plätzen. Außerdem gibt es drei Grundschulen und eine Gesamtschule sowie zwei Jugendeinrichtungen.

Leben im Alter

In Huckarde befinden sich zwei Altenheime mit insgesamt 155 Plätzen und drei Senioren-Begegnungsstätten.

Stadtteilleben

Vereine, Gewerbeverein und das Stadtbezirksmarketing stellen jedes Jahr viele Veranstaltungen auf die Beine.   Besonders beliebt ist die Huckarder Pfingstkirmes' tag='.

Unser Tipp

Ein Besuch in der Kokerei Hansa, wo das Industriezeitalter noch hautnah zu spüren ist.

Sie haben noch Hinweise zu Ihrem Stadtteil? Wir freuen uns über Ihren Kommentar unter diesem Artikel.

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