Huckarder bekämpfen Angsträume und Dreck mit Apps – so geht‘s

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Die CDU Huckarde hat eine Ortsbegehung zum Thema Angsträume und Schmuddelecken angeboten. Das sind die Ergebnisse – und die Hilfsmittel zur Bekämpfung der Probleme.

Huckarde

, 05.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie sicher fühlen sich die Huckarder in ihrem Stadtbezirk? An welchen Orten haben sie Angst? Wo gibt es Schmuddelecken? Diese und weitere Fragen stellte die CDU Huckarde bei einer Ortsbegehung am Samstag (2.11.).

Circa 15 Bürger nahmen an der Begehung im Ortskern und in den Randbezirken teil. Hintergrund war der „Masterplan Kommunale Sicherheit“, der im Februar durch den Rat der Stadt Dortmund beschlossen wurde.

Vom Huckarder Bahnhof aus ging es in die Marienstraße, wo die Teilnehmer Probleme wie beispielsweise die Nutzung des dortigen Spielplatzes durch die örtliche Trinkerszene, die Vermüllung, eine Rattenproblematik und die Lärmbelästigung durch den morgendlichen Lieferverkehr ansprachen.

Die „Müllpetze“-App kann helfen

Die „Müllpetze“-App der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) könne hier zumindest im Fall der Vermüllung helfen, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Am Beispiel der Marienstraße testeten die Bürger diese App.

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Die mangelhafte Ausleuchtung des Bahnsteigs und die zweckentfremdete Nutzung des Wartehäuschens als informeller Treffpunkt für Jugendliche seien am Alten Bahnhof Thema gewesen, so Uwe Wallrabe als Vorsitzender der CDU Huckarde.

Huckarder bekämpfen Angsträume und Dreck mit Apps – so geht‘s

Vermüllung ist ein großes Problem in Huckarde. © Uwe Wallrabe

Auch in solchen Fällen könne eine App zum Einsatz kommen, erklärt das Ratsmitglied. Drei defekte Lampen in der Unterführung wurden der DEW21 mithilfe der „Störung 24“-App gemeldet.

Meldungen in Echtzeit sorgen für schnelles Handeln

Die Meldung erfolge online und werde in Echtzeit zu den Dortmunder Stadtwerken übermittelt. „So kann rechtzeitig vermieden werden, dass sich dieser Ort, der häufig auch Ziel von Graffiti-Verschmutzungen ist, zu einem ‚Angstraum‘ entwickelt“, sagt Uwe Wallrabe.

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Der Rundgang endete auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule an der Parsevalstraße. „Hier gibt es aufgrund diverser Spielplätze und Sportgeräte häufig informelle Treffpunkte, die an Nachmittagen und Wochenenden durch Jugendliche aufgesucht werden“, erzählt Wallrabe.

Huckarder bekämpfen Angsträume und Dreck mit Apps – so geht‘s

Circa 15 Teilnehmer waren bei der Ortsbegehung in Huckarde dabei. © Uwe Wallrabe

Es komme hier regelmäßig, vor allem in den warmen Jahreszeiten zu Störungen durch laute Musik, Abfall und Sachbeschädigungen. Die CDU möchte im zuständigen Ausschuss des Rates einen Antrag zur Videoüberwachung stellen.

Videoüberwachung kann eine abschreckende Wirkung haben

Die Hoffnung: Die Überwachung soll eine abschreckende Wirkung erzielen. Die entsprechende Beweissicherung zur Strafverfolgung sei, so die CDU, hierbei ein positiver Nebeneffekt.

„Am Ende der zweistündigen Exkursion lobten alle Teilnehmer dieses neue Format der politischen Bürgerbeteiligung und regten an, diese Ortsbegehungen mit einem gewissen zeitlichen Abstand zu wiederholen“, sagt Uwe Wallrabe.

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So soll die Umsetzung der Problemlösungen überprüft und die Entstehung neuer Problembereiche verhindert werden. Die CDU Huckarde plant nun zunächst weitere Ortsbegehungen in Kirchlinde und Deusen.

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