Hunde an die kurze Leine?

Streit über Regeln in Naturschutzgebiet

17.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Jogger, Radler, Hundehalter, Spaziergänger ? es wird oft eng in der Bolmke, dem Waldgebiet hinter Westfalenhallen und Signal Iduna Park. Und das mitten in einem Naturschutzgebiet. Die Frage, welche Regeln künftig gelten sollen, um Naherholung und Naturschutz unter einen Hut zu bringen, beschäftigt bald wieder die Politik. Der Streit ist dabei nicht neu und flammte auch gestern bei einem Bürgerforum im Bildungszentrum der Handwerkskammer wieder auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob in den vor zwei Jahren neu ausgewiesenen Wald-Naturschutzgebieten Hunde auf den Wegen weiterhin freien Auslauf haben oder wie sonst in Naturschutzgebieten üblich an die Leine müssen. Ein Proteststurm von Tierschützern und Hundehalter führte seinerzeit zu einem zeitlich befristeten Kompromiss ohne Leinenzwang für Hunde ? aber auf Bewährung. Die läuft jetzt ab. Und die Politik steht vor der Entscheidung, ob es beim Kompromiss bleibt oder die Hunde auch in Wäldern wie der Bolmke generell an die kurze Leine müssen. Geht es nach der Mehrheit der Anwohner, die sich beim Bürgerforum zu Wort meldete, bleibt es bei der alten Regelung. Es habe über Jahre keine Probleme mit frei laufenden Hunden gegeben, das Laufen ohne Leine gehöre zur artgerechten Haltung, argumentierten die Hundehalter, die gleich 130 vom Tierschutzverein gesammelte Unterschriften gegen eine Leinenpflicht auf den Tisch legten. Tatsächlich halten sich fast 90 Prozent der Hundehalter an die Regeln, leinen ihre Hunde freiwillig an oder lassen sie nur auf den Wegen laufen, wie eine Untersuchung des Umweltamtes ergab. Gut möglich also, dass der Politik eine Fortsetzung der Kompromisslösung vorgeschlagen wird. Oli Seite 7: Ententeich

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