Aufregung im Wannebachtal: Spaziergänger befürchten einen Kahlschlag

mlzBaumfällungen

Droht dem idyllischen Wannebachtal im Dortmunder Süden ein Kahlschlag? Hunderte Bäume sind orange markiert. Sie werden gefällt. Nichtmal die Brutzeit kann wohl die Säge stoppen.

Buchholz

, 06.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man braucht gar nicht weit in den Wald zu gehen, um die zahlreichen orangen Zeichen an den Bäumen zu bemerken. Die markierten Bäume werden alle nicht mehr lange stehen. Und die sind im Wannebachtal kaum zu zählen. Es sind wohl Hunderte. Besorgte Spaziergänger und Anwohner befürchten einen Kahlschlag und immense Schäden für den Wald zwischen der Wannestraße in Buchholz und dem Ortsteil Syburg. Verantwortlich für diesen Waldbereich ist die Stadt Dortmund.

Und die hat in diesem Jahr noch viel vor. Die markierten Bäume sollen weg. Wann, das steht im Einzelfall noch nicht fest. Es sei eine dynamische Planung, je nach Wetter, so die Stadt Dortmund. Aber was ist mit den sogenannten Brutzeiten? Fest steht, dass die Stadt Dortmund hierauf keine Rücksicht nehmen muss.

In der Baumschutzsatzung festgelegt

Was die wenigsten wissen:. Das ist sogar in der sogenannten Baumschutzsatzung festgelegt: „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen“, heißt es hier.

Der Dortmunder Stadtwald fällt also nicht in diese „Sperrfrist“. Also werden auch im Wannebachtal in großen Bereichen bald die Motorsägen zu hören sein, wenn das Wetter mitspielt. Denn die schweren Maschinen würden bei zu nassem Boden den weichen Waldboden zu stark beschädigen.

Aber welche Waldgebiete sind im Wannebachtal betroffen? 13 sogenannte „Holzeinschlagsflächen“ gibt es hier. Hier sollen noch in diesem Jahr Verjüngungs-, Pflege- und Holzfällmaßnahmen vorgenommen werden.

Viele der Bäume markiert

Da sind einmal Flächen rechts und links der Wannestraße in Höhe des Wirtshauses Krämer und östlich der A 45 im Bereich der Straße In der Heide. Aber auch in westlicher Richtung gibt es Waldflächen, die von der Stadt bewirtschaftet werden. Zwischen dem Wannebach im Norden und der Kückhauser Straße im Süden gibt es auch jede Menge der markierten Bäume.

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Bei den Bäumen wiederum gibt es zwei „Fällgründe“. Einmal sind es erkrankte Bäume, die durch den Borkenkäfer erheblich Schäden erlitten haben. Gerade an den trockenen Ruhrhängen in Syburg sind im Dortmunder Süden die meisten Fichten abgestorben.

Zur Pflege der Waldbestände

Andere Bäume fallen der sogenannten „Durchforstung“ zum Opfer. Dabei werden, so die Stadt Dortmund, einzelne Bäume oder Baumgruppen entnommen - zur Pflege der Waldbestände.

Im Stadtbezirk Hörde gibt es im Übrigen noch weitere Bereiche, in denen der Wald durchforstet wird. So in der Vinklöther Mark, dem Niederhofer Holz, dem Fürstenbergholz sowie am Limbecker Postweg.

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