Wegen des Starkregens am Mittwoch sind viele Keller in Dortmund folgelaufen (Symbolbild). © dpa
Wohnungsgesellschaften

Hunderte Unwetter-Schäden: Manche Mieter in Dortmund müssen warten

Durch das Unwetter sind hunderte Schäden an den Gebäuden der großen Wohnungsgesellschaften in Dortmund entstanden. Ihre Meldungen zeigen auch, wo es Dortmund besonders hart getroffen hat.

Zusammengerechnet sind circa 58.000 Wohnungen in Dortmund im Besitz von Vonovia, Dogewo, Vivawest und dem Spar- und Bauverein. Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigen die Unternehmen hunderte Schäden in ihren Gebäuden.

Besonders häufig seien Keller vollgelaufen, was teilweise auch zu Stromausfällen geführt habe.

Hunderte Meldungen von Schäden

Außerdem seien Außenanlagen und Hauseingänge überflutet worden. Problematisch sind zudem nasse Wände und eingedrungenes Wasser in Tiefgaragen ein Problem, teilt etwa der Spar- und Bauverein mit. Bis Donnerstagnachmittag (15.7.) waren dort bereits 300 Schadensmeldungen eingegangen.

Vonovia berichtet von circa 130 Meldungen (Stand Donnerstagnachmittag), Dogewo von rund 200 Meldungen (Stand Freitagmittag). Dabei handle es sich um vorläufige Zahlen, teilten die Vermieter mit.

Vivawest konnte am Freitagnachmittag (16.7.) keine genauen Zahlen nennen. Man sei noch dabei, sich einen „genauen Überblick über das exakte Ausmaß des Gesamtschadens zu machen“, heißt es vom Unternehmen. Im Einsatz sind vor allem eigenen Teams der Vermieter. Aufgrund der vielen Schäden seien aber auch externe Handwerker herangezogen worden.

Vermieter müssen Fälle priorisieren

Man bemühe sich, die Meldungen so schnell wie möglich abarbeiten zu können. Weil es so viele Fälle gebe, könne das aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, teilten die Vermieter mit.

Man habe deshalb auch priorisieren müssen. Keller, die höher als 15 Zentimeter unter Wasser standen, würden vorrangig behandelt, genauso wie betroffene Wohnungen, teilt Vonovia auf Anfrage mit.

„Alle betroffenen Häuser werden im Nachgang durch unsere Versicherungsabteilung begutachtet und die erforderlichen Maßnahmen zur Beseitigung der Folgeschäden angestoßen.“ Die anderen Vermieter verfahren ähnlich.

Dortmunder Osten und Süden besonders stark betroffen

Die Feuerwehr hatte am Tag des Unwetters mitgeteilt, dass vor allem der Dortmunder Osten und Süden besonders stark von den heftigen Regenfällen betroffen gewesen sein. Die Antworten auf unsere Anfrage bei den großen Vermietern zeigen ein ähnliches Bild.

Von den großen Vermietern heißt es zwar, dass es überall zu Schäden gekommen sei. Schwerpunkte seien aber der Dortmunder Osten und Süden gewesen.

Vivawest nennt aber beispielsweise auch die Dortmunder Nordstadt als besonders betroffenen Stadtteil. In den westlichen Stadtbezirken habe es hingegen keine Unwetterschäden gegeben, teilte Vivawest mit.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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