IHK ist enttäuscht über Dobrindts Investitionspaket

Region geht leer aus

Der Bund hat - wie am Montag bekannt wurde - 2,7 Milliarden Euro für die Reparatur und den Neubau von Straßen freigegeben. Gestern reagierte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund enttäuscht auf das von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegte Investitionspaket.

DORTMUND

21.07.2015, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur 128 Millionen fließen in das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein Westfalen. „Gerade einmal 4,7 Prozent“, erkennt die IHK – aus ihrer Sicht zu wenig. Die IHK-Region (Dortmund, Hamm, Kreis Unna) gehe gar „komplett leer aus“.

„Wieder einmal müssen wir feststellen, dass andere Regionen – in erster Linie Bayern und Baden-Württemberg – den Großteil der zur Verfügung stehenden Mittel abschöpfen“, so der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Die Liste sei umso ungerechter, da NRW gemessen am Bruttoinlandsprodukt Deutschlands Nummer 1 sei.

NRW hätte mehr Geld bekommen müssen

Damit dies so bleibt, mahnt die IHK „dringend Investitionen in die verkehrliche Infrastruktur“ an. NRW sei „Ziel und Quelle von Verkehren. Gelder für die Straßeninfrastruktur sollten dort eingesetzt werden, wo der größte volkswirtschaftliche Nutzen erzielt wird“. So gesehen hätte NRW „wesentlich mehr“ Geld bekommen müssen.

„Wir hätten uns bei der Vergabe der Mittel mehr Transparenz gewünscht“, so Schreiber. Damit „wären vielleicht auch dringend notwendige Lückenschlüsse“ wie der Ausbau der B 236 von der Stadtgrenze Dortmund/Schwerte bis zur A 1, „mit ausreichenden Mitteln ausgestattet worden“.

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