Im Atelier von Bildhauerin Christa Bremer eröffnen ihre Schüler eine eigene Ausstellung

mlzTierisches Vergnügen

Für die meisten wird es eine Premiere sein: Sieben Kursteilnehmer, die bei Bildhauerin Christa Bremer gelernt haben, eröffnen am Wochenende ihre erste eigene Ausstellung. Es wird tierisch.

Hörde

, 11.03.2019, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einige sind seit sechs Monaten dabei, andere seit einem Dreiviertel-Jahr. Sieben Teilnehmer hat Christa Bremer in zwei Workshops an die Kunst, das Bildhauen und das Arbeiten mit Ton herangeführt. „Plastisches Gestalten“ war der Titel des Kurses. Und das Ergebnis dieser Zusammenarbeit soll nun auch für alle Menschen sichtbar werden.

Auch Zeichnungen sind Teil der Ausstellung

In Bremers Atelier an der Schildstraße 3a eröffnet daher am Sonntag (17.3.) um 11 Uhr die Ausstellung „Tierisches Vergnügen“. Ausgestellt werden allerdings nicht nur Tonfiguren von Tieren, auch Zeichnungen werden zu sehen sein.

Christa Bremer (hinten r.) mit ihren Schülern.

Christa Bremer (hinten r.) mit ihren Schülern. © Christa Bremer

Von den sieben Teilnehmern des Workshops sind fünf bereits in Rente oder pensioniert, noch zwei stehen voll im Berufsleben. Eine der Teilnehmerinnen, die bereits nicht mehr arbeitet, ist Annette Kaufmann. Auch sie wird ihre Werke präsentieren. Unter anderem hat sie drei Pinguine aus Ton gefertigt, zwei große, die einen kleinen in ihre Mitte nehmen und sich schützend links und rechts von ihm aufstellen. Gekommen ist sie auf Empfehlung einer Freundin, wie sie erzählt. Geblieben ist sie aus gleich mehreren Gründen.

„Ich habe viel mehr Fähigkeiten, als ich mir zugetraut hätte“

Dass sie ungeahnte Fähigkeiten und Talente bei sich selbst gefunden hat, ist für Annette Kaufmann sicherlich einer der Gründe. „Ich habe entdeckt, dass ich viel mehr Fähigkeiten habe, als ich mir selbst zugetraut hätte“, sagt sie.

Diese drei Ton-Pinguine hat Annette Kaufmann hergestellt.

Diese drei Ton-Pinguine hat Annette Kaufmann hergestellt. © Christa Bremer

Als sie noch gearbeitet hat, war sie in einer verantwortungsvollen Position, die aber mehr mit dem Bürostuhl als mit praktischer Handarbeit zu tun hatte. Seit dem Ruhestand hat sich Annette Kaufmann sogar schon ans Schreinern herangetraut.

Nicht nur die eigenen Fähigkeiten waren entscheidend

Doch nicht nur das Entdecken ungeahnter Fähigkeiten ist für sie ein Grund zur regelmäßigen Teilnahme am Workshop. Für Christa Bremer hat sie ein Lob: „Sie ist eine sehr gute Lehrerin“, sagt Kaufmann. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hingehe.“

Ihre Lehrerin habe ihr beigebracht, die Dinge um sich herum, die Umwelt anders wahrzunehmen. Mittlerweile schaut Annette Kaufmann anders auf Tiere und menschliche Gesichter, sieht Konturen und Schatten, auf die sie vorher nie geachtet hatte. Ganz abgesehen davon, dass die Arbeit mit Ton eine ganz neue Erfahrung für sie war. „Man muss dabei sehr viel beachten“, sagt Annette Kaufmann.

Nach der Eröffnung bleibt die Ausstellung noch stehen

Auch Christa Bremer hat nur Lob für ihre Schüler übrig. „Das ist eine sehr gehaltvolle Ausstellung“, sagt sie. Und weil es so schade sei, die Werke nur drei Stunden an einem Tag zu zeigen, bleibt die Ausstellung bis zum 30. März stehen. Wer sie sich dann ansehen will, muss vorher nur kurz bei Christa Bremer anrufen unter Tel. 0172 9320224.

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