Im Spiel der Lüfte

Asseln Sie sind Luftfahrt-Enthusiasten, auch wenn sie am Boden bleiben, die Modellflieger des LSC Condor. Was macht die Faszination dieses Sports aus?

04.03.2009, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 1. Vorsitzende Willi Winkler erinnert an den Hollywood-Film "Der Flug des Phönix", der von einer Notlandung in der Wüste handelt. Ein Ingenieur baut aus der gestrandeten Maschine ein neues Flugzeug. Als sich herausstellt, dass er bisher "nur" Modellflugzeuge gebaut hat, wird er belächelt, doch am Ende fliegt das Ding und rettet die Besatzung. Die Botschaft: Die kleinen Flugzeuge unterliegen denselben Gesetzen wie die großen.

"Unser Sport ist eine tolle Mischung", erläutert Willi Winkler. "Zum einen geht es um handwerkliche Dinge. Wir konstruieren die Maschinen, investieren eine Menge Zeit und haben dann ein Aha-Erlebnis, wenn es funktioniert. Zum anderen müssen wir viel über das Wetter und die Thermik wissen."

Geschäftsführer Martin Kühn pflichtet ihm bei: "Man fängt an, die Wolken zu lesen."

Nicht leicht ist es für Anfänger, das Flugzeug zu dirigieren. "Wir sitzen ja nicht drin, müssen abstrahieren und ein Gefühl für die Bewegungen der Maschine entwickeln", schildert das langjährige Mitglied Hans Lindemann.

Ein Modellflugzeug wird mit Hilfe einer Umlenkrolle und Muskelkraft oder mit einer Elektrowinde gegen den Wind gestartet und muss auch wieder gegen den Wind landen. Sonst wird es zu schnell und gerät womöglich in die nächste Hecke. Ein Modellflieger bewegt sich mit 30 bis 50 km/h durch die Lüfte.

Seit 1988 muss der LSC Condor seine Aktivitäten beim Flughafen anmelden. Der Tower gibt den Modellfliegern dann vor, auf keinen Fall höher als 200 Meter zu fliegen. Seitdem es preisgünstige Schaumstoff-Modelle gibt, ist der Einstieg für Anfänger nicht mehr teuer. Ein Komplettset ist schon für 160 Euro zu haben. Auch stellt der Verein die erste Ausstattung. u.b.

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