In den vergangenen vier Wochen war es in der Innenstadt teilweise sehr voll. Jetzt gibt es ganz lokale Zahlen zu den Corona-Infektionen. © Stephan Schütze
Coronavirus

In 4 Dortmunder Stadtbezirken steigen die Corona-Zahlen besonders schnell

Dortmunds 7-Tage-Inzidenz liegt wieder über der 200er-Marke. Jetzt teilt die Stadtverwaltung mit, wie die Lage in den einzelnen Stadtbezirken ist. So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrer Nachbarschaft.

Immer zur Monatsmitte veröffentlicht die Stadt Dortmund Corona-Zahlen zu den einzelnen Stadtbezirken. Stand Mitte Dezember hat die Nordstadt weiterhin mit Abstand die höchste Fallzahl pro Einwohner. Doch auch in drei anderen Bereichen fällt ein schnelles Wachstum auf.

Pro 100 Einwohner sind in der Innenstadt-Nord 3,3 Menschen bereits bekanntermaßen mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Auf Platz zwei folgt der Stadtbezirk Eving mit 2,9 Infektionen pro 100 Einwohner. Das unrühmliche Podest vervollständigt Huckarde mit 2,4. Stadtweit liegt der Schnitt bei 1,9.

Doch die Evinger holen auf: Im Zeitraum von Mitte November bis Mitte Dezember gab es dort pro Kopf die meisten Neuinfektionen – knapp vor der Nordstadt und Huckarde. Das bedeutet, dass die drei bereits am stärksten betroffenen Stadtbezirke auch weiter das stärkste Infektionsgeschehen haben.

Auffällig ist noch, dass der Bezirk Lütgendortmund ebenfalls relativ viele Neuinfektionen aufweist. Zu den dann folgenden Bereichen gibt es einen gewissen Abstand.

Am unteren Ende der Dortmunder Corona-Tabelle liegen die südöstlichen Stadtbezirke Aplerbeck (1,2 Infizierte pro 100 Einwohner), Hörde (1,3) und Brackel (1,4). Das langsamste Wachstum gibt es aktuell ebenfalls in Aplerbeck und Brackel – Hombruch verdrängt in dieser Betrachtung aber Hörde.

Die Verwaltung sieht verschiedene Erklärungsansätze

„Der vergangene Monat ist geprägt von einem stadtweiten Infektionsgeschehen auf hohem Niveau“, schreibt Stadtsprecherin Anke Widow in einer Pressemitteilung. Dabei seien die einzelnen Stadtbezirke im Vergleich zwar unterschiedlich betroffen: „Allerdings gibt es meist nicht nur einen Erklärungsansatz für örtliche unterschiedliche Infektionsgeschehen.“ Unterschiedlichste Ursachen würden das Ansteckungsrisiko begünstigen.

Die statistischen Daten sagen aus, wo die Erkrankten wohnen. „Sie treffen keine Aussage dazu, wo sich die betroffenen Menschen angesteckt haben“, betont Widow. Dabei hänge das persönliche Risiko, sich mit dem Virus anzustecken und zu erkranken, stets davon ab, ob Regeln (Abstand, Händehygiene, Alltagsmaske, App, Lüften) befolgt werden.

Das Risiko sinke, wenn nahe und direkte Kontakte vermieden werden können. „Wo viele Menschen aufeinander treffen oder Kontakte unvermeidlich sind, steigt das Risiko einer möglichen Ansteckung“, so die Sprecherin des Gesundheitsamtes. Das betreffe Schulen, den Arbeitsplatz, andere Einrichtungen und Familien.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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