Seit einem Jahr tropft es bei Regen aus der Decke einer U-Bahnhaltestelle in Dortmunder Innenstadt. Mittlerweile bildet sich Schimmel, es riecht modrig.

Mitte

, 27.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Folgendes Szenario: Die U-Bahn 42 aus Hombruch hat Verspätung, aber man muss dringend zum Dortmunder Hauptbahnhof, denn da wartet die nächste Bahn.

Mittlerweile gibt es nicht nur eine Wasserlache, die sich bildet. Die ganze Wand in der U-Bahnhaltestelle ist voll mit weißem und schwarzen Schimmelflecken. Auch ein modriger Geruch macht sich breit.

Mittlerweile gibt es nicht nur eine Wasserlache, die sich bildet. Die ganze Wand in der U-Bahnhaltestelle ist voll mit weißem und schwarzen Schimmelflecken. Auch ein modriger Geruch macht sich breit. © Robin Albers

Da bleibt nur eine Option: Sobald die Bahn am Stadtgarten Halt macht, heißt es, schnell zu sein. Auf dem Weg zum Anschluss Richtung Hauptbahnhof muss man bei allem Zeitdruck aber vorsichtig sein, sonst endet dort die Reise.

„Achtung! Stolpergefahr“

Denn: Immer wenn es regnet, tropft es am Gleis Richtung Hauptbahnhof, wo die Linien U41, U45 und U49 fahren, aus der Decke. Eine große Wasserpfütze sammelt sich dort.

Ein paar provisorisch aufgestellte Eimer sollen das Wasser auffangen. Daneben steht das bekannte gelbe Schild mit dem Hinweis „Achtung! Stolpergefahr“. Es ist leicht zu übersehen.

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Aber das sind keine Neuigkeiten: Bereits im Januar 2019 haben wir über das reinregnende Wasser am Stadtgarten berichtet. Seit mehr als einem Jahr sammelt sich dort immer wieder Wasser. Und wo lange Feuchtigkeit herrscht, wird es unangenehm.

Mittlerweile bilden sich an der gesamten Wand, die mit den typischen roten Ziegelsteinen versehen ist, schwarzer und weißer Schimmel. Auch ein modriger Geruch macht sich in dem Bereich breit.

DSW21 kennt die Problematik bereits

Der Betreiber der Stadtbahnen, DSW21, kennt die Wasserpfütze im Stadtgarten. Vor einem Jahr erklärte DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth auf Nachfrage unserer Redaktion, woher das austretende Wasser komme: „Es kommt bei Tunnelbauwerken leider immer mal wieder vor, dass sich Wasser durch kleine Undichtigkeiten oder Haarrisse seinen Weg bahnt und dann erst Tage später an einer völlig anderen Stelle wieder austritt.“

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Das erschwert natürlich die Suche nach der Fehlerquelle. Bei einer so großen Haltestelle wie der am Stadtgarten könnten solche Risse überall sein.

„Wir dichten diese Undichtigkeiten ab, sobald wir diese lokalisieren können“, sagt Britta Heydenbluth zum aktuellen Stand.

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Mittelfristig wird es wohl nicht beim Zuspachteln von Rissen bleiben können. Denn die 35 Jahre alte Haltestelle am Stadtgarten kommt so langsam in die Jahre. Laut Heydenbluth wird „eine größere Sanierung des Deckenbereichs“ wohl bald nötig werden.

Wann das sein wird, steht aber noch in den Sternen – der Umfang, die Kosten und der Zeitraum für die Sanierung müssten noch ermittelt werden.

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