In einer Dortmunder Straße wird mit Verspätung der LKW-Verkehr gezählt

mlzLKW-Verbot

Ungünstige Umstände vereitelten mehrmals die Verkehrszählung Im Karrenberg. Jetzt wird sie nachgeholt. Danach will die Stadt Dortmund Lösungen finden, um den Lieferverkehr zu vermindern.

Kirchderne

, 02.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein LKW-Fahrverbot gilt in der Straße Im Karrenberg in Kirchderne seit Oktober 2018. Davon ausgenommen sind nur Fahrzeuge, die vor Ort ansässige Betriebe anfahren. Bei der Überprüfung der Wirksamkeit des Verbots sollte eine vierzehntägige Verkehrszählung helfen – ursprünglich schon im September 2019.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, muss eine solche aber laut Stadt Dortmund an „Normalwerktagen zwischen März und Oktober ohne Störungen des Verkehrsablaufs in Wochen außerhalb von Ferien oder Feiertagen“ durchgeführt werden.

Zählung scheiterte mehrmals

Durch die im September 2019 noch nicht beendete Baustelle an der Kreuzung Friedrich-Hölscher-Straße / Rüschebrinkstraße - eine Störung des Verkehrsablaufs - verschob sich die Zählung ein erstes Mal.

Nachdem die Baustelle am 11. Oktober beendet war, begannen am 14. Oktober die Herbstferien. Eine 14-tägige Zählung konnte deshalb erneut nicht stattfinden. Und als die Ferien wiederum am 26. Oktober endeten, war der letzte mögliche Monat für eine Zählung vor dem Winter schon beinahe vorbei.

In der Straße Im Karrenberg hat sich eine Bürgerinitiative gegen den LKW-Verkehr gebildet.

In der Straße Im Karrenberg hat sich eine Bürgerinitiative gegen den LKW-Verkehr gebildet. © Privat

Die Verkehrszählung wurde also auf die zwei Wochen vom 12. bis zum 30. März verlegt. Sowie die entsprechenden Geräte eingerichtet waren, traten jedoch die Corona-Beschränkungen im Kraft. Damit veränderte sich auch der Verkehr.

Durch Corona mehr Online-Handel

Laut Planungsdezernent Ludger Wilde ist beispielsweise anzunehmen, dass es zu dieser Zeit durch den Anstieg im Online-Handel besonders viel Lieferverkehr gegeben hat. Andererseits seien Routen wie die B236 aber auch von weniger Autos befahren und deswegen für LKW attraktiver gewesen.

Die damals laufende Zählung wurde wegen dieser veränderten Bedingungen für nicht aussagekräftig befunden und nach dem 20. März vorzeitig abgebrochen. Sie konnte aber dennoch Hinweise darauf liefern, dass die Straße Im Karrenberg längst nicht nur von anliefernden LKW genutzt wird.

Stichprobenkontrollen als mögliche Maßnahme

Damit man sich dessen sicher sein und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen kann, wird die Zählung jetzt, nachdem sich der Verkehr wieder normalisiert hat, nachgeholt.

Laut Stadtpressesprecher Christian Schön läuft sie noch bis Donnerstag (8. Oktober). Die gesammelten Daten werden danach ausgewertet. „Ergebnisse liegen also möglicherweise Ende Oktober vor“, so Schön.

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Sollte die Untersuchung bestätigen, dass nicht-anliefernde LKW das Verbot missachten, würden im Anschluss an die Auswertung Maßnahmen vorgeschlagen und entschieden.

Von ergänzenden verkehrstechnischen Maßnahmen erhofft sich Ludger Wilde allerdings keinen Erfolg. Stattdessen läge es dann bei der Polizei, Stichprobenkontrollen des fließenden Verkehrs durchzuführen.

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