In mehreren Stadtbezirken wurden fast 800 Wohnungen öffentlich gefördert

Wohnungsbau

43 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau sind im vergangenen Jahr nach Dortmund geflossen – mehr als der Stadt an Fördermitteln zugestanden hätte. Etliche Stadtbezirke profitieren davon.

Dortmund

, 01.02.2021, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch im Neubaugebiet Brechtener Heide entstehen öffentlich geförderte Neubauten.

Auch im Neubaugebiet Brechtener Heide entstehen öffentlich geförderte Neubauten. © Blossey (A)

Die Stadt Dortmund baut in der Regel Wohnungen nicht selbst, aber sie kann dafür sorgen, dass Fördermittel in die Stadt fließen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der dringend benötigt wird. So wurden im Jahr 2020 fast 800 Wohnungen in Dortmund öffentlich gefördert.

Die Nachfrage nach Sozialwohnungen sei in Dortmund sehr hoch, stellt Planungsdezernent Ludger Wilde fest. Neun Stadtbezirke können von der Förderung aus dem letzten Jahr profitieren: Aplerbeck, Brackel, Eving, Hörde, Hombruch, Innenstadt-Nord, Innenstadt-West, Mengede und Scharnhorst.

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Der Fokus bei der Wohnbauförderung in Dortmund lag dieses Mal im Gegensatz zu den Vorjahren 2018 und 2019 statt auf dem Neubau auf der Modernisierung von Bestandsimmobilien. So seien die im Jahr 2020 insgesamt 799 geförderten Sozialwohnungen zu einem Drittel Neubauten und zu zwei Dritteln Modernisierungsmaßnahmen, so Wilde: „Das zeigt, dass wir auch im Bestand preiswerten Wohnraum vorhalten.“

Schwerpunkt auf den Studentenwohnheimen

Bei den Modernisierungsmaßnahmen waren vor allem Studentenwohnheime ein Schwerpunkt, auf dem Campus Nord am Vogelpothsweg und auf dem Campus Süd an der Baroper Straße.

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Die im Jahr 2020 geförderten Neubauten würden jetzt an der Brechtener Heide und in Menglinghausen Süd angegangen, kündigte der Planungsdezernent an. Umfangreiche Planungsprozesse seien dem Bau vorausgegangen.

Rund 43 Millionen Euro Fördermittel – es handelt sich dabei um zinsgünstige Darlehen – sind im vergangenen Jahr nach Dortmund geflossen, und damit drei Millionen Euro mehr als die 39,9 Millionen Euro, die der Stadt für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zugestanden hätten. „Die Mittel beim Land sind vorhanden“, sagt Wilde.

Schon wieder Förderanträge für 11 Millionen Euro

Auch für dieses Jahr setzt die Stadt darauf, den sozialen Wohnungsbau in gleicher Größenordnung voranbringen zu können. Dem Amt für Wohnungsbau liegen bereits zu Beginn des Bewilligungsjahres 2021 Förderanträge in Höhe von knapp elf Millionen Euro vor. Dabei trudeln die meisten Anträge erst im September/Oktober ein.

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Darüber hinaus befinden sich etwa 20 Neubauvorhaben in der Planungsphase, beziehungsweise sind von Investoren und der Wohnungswirtschaft angekündigt worden. Die Stadt geht deshalb davon aus, dass in diesem Jahr der Schwerpunkt bei den Sozialwohnungen wieder auf den Neubaumaßnahmen liegen wird.

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