Innenstadt-Verbot für BVB-Ultra war rechtmäßig

Derby gegen Schalke

Die Polizei durfte ein Mitglied der BVB-Ultraszene vor rund zwei Jahren während eines Heimspiels gegen den FC Schalke 04 aus der Dortmunder Innenstadt verbannen. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstag entschieden. Das Urteil der Richter fiel eindeutig aus.

GELSENKIRCHEN/DORTMUND

28.04.2016, 14:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Südtribüne.

Die Südtribüne.

Das Verbot galt für den 25. März 2014 - von 15 bis 24 Uhr. In dieser Zeit durfte der BVB-Fan, der damals in Lünen wohnte, die Dortmunder Innenstadt nicht betreten. Der verbotene Bereich erstreckte sich vom Hauptbahnhof bis zum Stadion und erfasste den gesamten Bereich zwischen den Wällen.

Die Polizei hatte den großflächigen "Platzverweis" damals damit erklärt, dass der BVB-Fan der gewaltbereiten Ultraszene angehört und schon mehrfach aufgefallen sei. So war er dabei, als vermummte Dortmunder Problemfans im Oktober 2013 den Gästeblock in der Schalke-Arena gestürmt und Pyrotechnik gezündet haben.

Zuvor war er gefilmt worden, wie er am Essener Hauptbahnhof mit hunderten anderer Dortmund-Fans die Gleise blockiert hat. Gegen den BVB-Fan war damals außerdem ein bundesweites Stadionverbot verhängt worden, das noch bis Januar 2017 andauert.

Außerdem wurde für das Rückspiel im März 2014 das umstrittene Innenstadtverbot verhängt. Genau dagegen hatte der Lüner nun vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geklagt. Allerdings vergeblich.

Die Richter stuften die Maßnahme als rechtmäßig und auch als angemessen ein, auch wenn dem BVB-Anhänger selbst keine Straftaten nachgewiesen werden konnten. "Es reicht, wenn man Teil einer gewaltbereiten Gruppe war, aus der heraus Straftaten verübt wurden", hieß es im Urteil. "Damit hat man den anderen vielleicht sogar Schutz geboten."

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