Integrationsrat soll Brücken bauen

10.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Integrationsrat soll die Mitsprache von Zuwanderern in der Dortmunder Politik verbessern. Mit diesem Wunsch des Ausländerbeirats beschäftigt sich am Donnerstag der Rat.

Hintergrund ist die ohnehin von der NRW-Landesregierung geplante Änderung der Gemeindeordnung und die Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft der Migrantenvertretungen, generell Integrationsräte in den Städten zu etablieren. Sie sollen zu einem Drittel aus Ratsvertretern und zu zwei Dritteln aus Vertretern der Zuwanderer bestehen.

Meist positive Erfahrungen gibt es damit bereits in Städten wie Köln, wo man eine schon bestehende Experimentierklausel des Landes zur Einrichtung der Integrationsräte genutzt hat. Durch deren gemischte Zusammensetzung aus Ratsvertretern und Zuwanderern soll vor allem eine engere Verzahnung mit dem Rat der Stadt erreicht werden, so die Hoffnung. Die Vertreter der Zuwanderer sollen direkt gewählt werden - nicht nur von Dortmundern mit ausländischem Pass, sondern auch von bereits eingebürgerten Zuwanderern und Aussiedlern. Und dabei soll im Gegensatz zur bisherigen Wahl des Ausländerbeirats auch Briefwahl möglich sein.

Mitsprache- und Vorschlagsrecht soll der Integrationsrat bei allen Themen haben, die die Interessen von Zuwanderern berühren. Neu wäre auch, dass der Vorsitzende des Integrationsrats oder sein Stellvertreter zu den entsprechenden Themen Rederecht im Rat haben soll. Und letztlich soll es auch eine Aufwandsentschädigung für die gewählten Vertreter geben. Oli

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