Investor Baumhögger soll Millionen hinterzogen haben

Prozessauftakt

Mit der Verlesung der Anklageschrift hat am Freitag vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den bekannten Dortmunder Hotel-Investor Dr. Reinhard Baumhögger begonnen. Dem 64-Jährigen wird Steuerhinterziehung in Höhe von fast 13 Millionen Euro vorgeworfen.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 08.04.2011, 13:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Reinhard Baumhögger (Mitte) mit seinen Anwälten Prof. Egon  Müller (links) und Rudolf Stahl (rechts).

Dr. Reinhard Baumhögger (Mitte) mit seinen Anwälten Prof. Egon Müller (links) und Rudolf Stahl (rechts).

Die Staatsanwaltschaft ist jedoch davon überzeugt, dass der unternehmerische Erfolg im Wesentlichen durch Steuerhinterziehung ermöglicht wurde. Bei mehreren Gesellschaften soll Baumhögger unrichtige Steuererklärungen abgegeben haben, indem er beispielsweise Einkommen zu niedrig und Verbindlichkeiten zu hoch angab. In der Anklageschrift ist von „grobem Eigennutz“ die Rede.Die Verteidiger, Prof. Dr. Egon Müller aus Saarbrücken und Rudolf Stahl aus Köln, wiesen die Vorwürfe jedoch im Namen ihres Mandanten zurück. Der Angeklagte habe keine vorsätzliche Steuerhinterziehung begangen. Außerdem stellten sie fest: „Persönliche Vorteile hat Herr Dr. Baumhögger aus den vorgeworfenen Taten nicht erlangt.“

Für den Prozess sind bisher 53 Verhandlungstage bis Ende Dezember angesetzt. Dies hat vor allem damit zu tun, dass der Angeklagte offenbar schwer herzkrank und deshalb nur bedingt verhandlungsfähig ist. Während des Prozesses sitzen zwei Sanitäter unmittelbar hinter ihm.

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