Inzidenz in Dortmund überschreitet voraussichtlich erstmals die 70

Tägliche Corona-Zahlen

Die Stadt Dortmund meldet für einen Montag eine ungewöhnlich hohe Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Sowohl die geschätzte Zahl der aktiven Fälle als auch die Inzidenz steigen weiter an.

Dortmund

, 19.10.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Stadt Dortmund vermeldet, sind am Montag (19. Oktober) 42 positive Testergebnisse auf das Coronavirus hinzugekommen.

Von den 42 Neuinfektionen seien 10 Fälle drei Familien zuzuordnen und sieben sind Reiserückkehrer. Die anderen 25 Fälle sind einzelnen, voneinander unabhängigen Personen zuzuordnen.

Für einen Montag sind die 42 Neuinfektionen ein ungewöhnlich hoher Wert. Es ist sogar mit Abstand der höchste, den es in Dortmund je an einem Montag gegeben hat. In der Regel fallen die gemeldeten Neuinfektionen wegen des Wochenendes zu Wochenbeginn vergleichsweise niedrig aus.

Doch damit erreichen die Fallzahlen in Dortmund ihre nächste unangenehme „Bestmarke“. Bereits in der vergangenen Woche hatte es beispielsweise zweimal die höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gegeben. Und auch die Zahl der geschätzten aktiven Fälle steigt immer weiter auf nie dagewesene Höhen - am Montag gelten 648 Menschen als infiziert.

Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 2826 positive Tests vor. 2157 Menschen haben die Erkrankung laut Schätzungen der Stadt bereits überstanden und gelten als genesen - das sind 17 mehr als am Sonntag.

Inzidenz überschreitet voraussichtlich die 70

Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 71,4 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich. Derzeit weist das RKI für Dortmund noch eine Inzidenz von 68,2 auf Basis der Zahlen von Sonntag aus.

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In den Krankenhäusern gibt es keine Veränderung zum Vortag: Zurzeit werden in Dortmund 40 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter neun intensivmedizinisch, davon wiederum drei mit Beatmung.

In Dortmund gibt es bislang 14 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere sieben mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Seniorenangebote ab sofort eingeschränkt

Außerdem teilt die Stadt in ihrem täglichen Zahlen-Update mit, dass das Angebot für Senioren ab sofort eingeschränkt wird. Die in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW und der aktuell gültigen Allgemeinverfügung der Stadt Dortmund verfügten Auflagen zur Durchführung von Veranstaltungen und Programmangeboten seien in den städtischen Einrichtungen der offenen Arbeit mit Senioren nicht zielführend umsetzbar.

Denn auch im Hinblick auf die besondere Gefährdung von Senioren hat die Stadt Dortmund festgelegt, nach dem Wegfall der offenen Treffmöglichkeiten auch das Programmangebot in den städtischen Begegnungszentren und im Wilhelm-Hansmann-Haus bis auf weiteres einzustellen.

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