Ja zum Rechtsstaat - Nein zu Rechts

13.03.2009, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ja zum Rechtsstaat - Nein zu Rechts

Anders-Hoepgen Sonderbeauftragter für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

Der 6. September 2008: In Dortmund marschiert die rechte Szene auf, über 1000 (meist vermummte) Köpfe stark. Die Stadt im Ausnahmezustand. Aber auch der demokratische Widerstand gegen Rechts ist aktiv, erstmals wieder gebündelt, gemeinsam, parteiübergreifend.

Und genauso und noch viel mehr will man September 2009 präsent sein, wenn Rechts wieder aufmarschiert. "Dortmund ist ein demokratischer Standort und nichts anderes", sagt Andreas Roshol (Foto l.) , Vorsitzender des Jugendrings Dortmund.

Dafür hat die Arbeitsgemeinschaft der hiesigen Jugendverbände eine Dokumentation gedruckt: Ein Neonazi-Aufmarsch und seine Folgen. 52 Seiten stark, mit "allen Erfahrungen des Ausnahmezustands eines Stadtteils am 6. September 2008. In komprimierter Form und auf einen Blick", weiß Roshol.

Die Dokumentation ist aber mehr als nur Erinnerung. Roshol: "Wir stellen konkrete Forderungen an alle. Denn bei diesem Thema sind alle gefragt." Die Forderung an die Politik, Straßen und Plätze vor demokratiefeindlichen Veranstaltungen zu schützen, sie frühzeitig zu "besetzen" und vor allem rechtzeitig an den Genehmigungsverfahren teilnehmen.

Die Forderung an die Polizei und Gerichte, die zunehmende Gewaltbereitschaft der aufmarschierenden Nazis erkennen und daraufhin die Genehmigung des Aufmarsches versagen. Und auch der Handel solle in aller Öffentlichkeit Rechts eine Absage erteilen.

"Unser Reichtum ist die Vielfalt", sagt Hartmut Anders-Hoepgen (Foto r.), Sonderbeauftragter für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, der das Netzwerk gegen Rechts maßgeblich auf den Weg gebracht hat: "Schließlich leben in Dortmund rund 135 000 Menschen mit Migrationshintergrund." arn

Die Dokumentation als pdf-Download: www.jugendring-do.de

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