Jesiden-Demo zieht friedlich durch Nordstadt und City

Gegen Gewalt im Irak

Es war die zweite Jesiden-Demo in Dortmund innerhalb weniger Tage: 550 Menschen demonstrierten am Freitagabend in der Nordstadt und der City gegen die Gewalt gegen die religiöse Minderheit im Nordirak. Dort fliehen bis zu 100.000 Jesiden vor den mordenden Terroristen des "Islamischen Staats". Im Gegensatz zu einer ähnlichen Demo in Herford gab es keine Zwischenfälle.

DORTMUND

, 08.08.2014, 10:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Demonstration gegen die Gewalt im Nordirak

550 Demonstranten protestierten in der Nordstadt gegen die Gewalt von Terroristen im Norden Iraks. Islamisten töten dort Jesiden. Angehörige in Deutschland sind aktuell in großer Sorge. Diese Bilder zeigen die Protestaktion in der Nordstadt.
08.08.2014
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Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Die Protestaktion startete hinter dem Hauptbahnhof.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Sema Engintepe organisierte den Protest durch die Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt.© Foto: Peter Bandermann
Drastische Bilder auf Transparaten: Sie sollen die Gewalt durch die Terroristen visualisieren.© Foto: Peter Bandermann
Auch Kinder demonstrierten mit.© Foto: Peter Bandermann
Auch Kinder demonstrierten mit.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen die Gewalt.© Foto: Peter Bandermann
Teilnehmer der Demonstration in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Über die Grüne Straße: Viele Demonstranten hatten ihre Kinder mitgebracht.© Foto: Peter Bandermann
Die Kritik der Demonstranten richtete sich auch gegen die Gewalt in Shingai.© Foto: Peter Bandermann
Unter den Demonstranten waren auch viele Jugendliche.© Foto: Peter Bandermann
Der Protestmarsch führte auch über die Schützenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Protest gegen Gewalt durch islamistische Terroristen im Norden Iraks.© Foto: Peter Bandermann
Friedlicher Protest gegen die Gewalt im Irak - hier auf der Schützenstraße.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei sperrte die Straße zeitweise - hier die Kreuzung Steinstraße / Grüne Straße in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
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Die Demo an der Katharinenstraße löst sich auf, die Teilnehmer. Alles lief friedlich ab. Die Veranstalter kündigen weitere Demos geben. Diesen Samstag Bielefeld und Frankfurt. 

Die Demo ist über die Leopoldstraße, den Wall und die Kampstraße zu ihrer Abschlusskundgebung an der Katharinenstraße gelaufen. Alles ist friedlich. Inzwischen spricht die Polizei von 550 Teilnehmern, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, die beim Protestmarsch durch die Nordstadt „Salafisten raus! Salafisten raus!“ riefen.

JESIDEN Demo Dortmund. Abschkusskundgebung jetzt an den Katharinentreppe pic.twitter.com/MdHFX1noIL

— Underdogs (@underdogs_ruhr)

Mittlerweile sind die Demonstranten an der Ecke Grünstraße/Schützenstraße angekommen. Sie protestieren laut, bunt und friedlich. Vom Straßenrand gibt es immer wieder Solidaritätsbekundungen von Passanten. Einige schließen sich dem Demo-Zug an. Inzwischen müssten es schätzungsweise um die 250 Teilnehmer sein.

Die #Jesidendemo in #Dortmund ist gut besucht (200+ Leute), viele Familien, friedlich.

— David Grade (@gradewegs)

Nach der Anfangskundgebung vor dem Cinestar ziehen die rund 180 Demonstranten nun mit lauten Sprechchören durch die Nordstadt. Es kommt entlang der Demo-Route immer wieder zu kurzzeitigen Straßensperrungen. Die Stimmung ist friedlich.  Sema Engintepe ist eine der Demonstranten. Die 21-Jährige Dortmunderin studiert Bauingenieurwesen in Bochum. Sie erzählt, dass mehrere Demo-Teilnehmer Angehörige im Nordirak verloren hätten. Sie vermisst die Anteilnahme und die Solidarität des Westens in Bezug auf das Leiden der Jesiten.

Treffpunkt für die Demonstration ist um 18 Uhr der Platz am Cine-Star-Kino. Von dort aus geht zur Grünstraße / Ecke Schützenstraße. "Wir haben diese Demonstration im Blick und wissen, was in anderen Städten passiert ist. Wir sind gut vorbereitet", sagte Amanda Kolbe von der Dortmunder Polizei am Freitagvormittag. Die Jesiden im Norden Iraks sprechen kurdisch und bilden eine religiöse Minderheit. Terroristen brandmarken sie als "Teufelsanbeter" und wollen sie deshalb ausrotten. Die USA wollen die Terrororganisation mit gezielten Militärschlägen bekämpfen.

Mit der Demonstration am Freitagabend erreicht einer der vielen Brennpunkte der Welt die Ruhrgebiets-Stadt, in der Kurden schon oft demonstriert haben. In Herford hatten Gewalttäter einen 16-jährigen Schüler und einen jesidischen Kaufmann

. Die Polizei in Herford musste Hilfe aus anderen Städten anfordern. Im Einsatz war auch Bereitschaftspolizei aus Dortmund. Als Tatverdächtige festgenommen wurden sechs Männer zwischen 20 und 26 Jahren. Sie sind der Polizei bereits als Gewalttäter bekannt.

Für Dortmund ist es bereits die zweite Jesiden-Demo innerhalb weniger Tage.

zogen rund 250 Angehörige der verfolgten Minderheit von der Nordstadt in die Innenstadt. Wir waren am Dienstag mit der Videokamera vor Ort:

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