Jetzt ist die Bahn am Zug

20.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hörde Oliver Wittke Lange stand der Hörder Bahnhof auf dem Abstellgleis, jetzt schleppt Verkehrsminister (Foto rechts) das Ausbauprojekt mit einer Förderzusage heraus aus der Sackgasse. Das Geld kann bereits Ende 2007 / Anfang 2008 fließen, weil Hörde nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr, sondern für das Ministerium auch städtebaulich von besonderer Bedeutung ist.

Wittkes überraschender Vorstoß geht sogar über die 100-Prozent-Zusage für die förderfähigen Kosten hinaus. In einem Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Gerd Bollermann (Foto links) teilte der Minister gestern in Düsseldorf mit, dass sein Ministerium auch die Kosten für die Beseitigung von Bergschäden übernehmen würde, falls diese auftauchen würden.

Bergschäden

Wegen dieser Gefahr, die von einem Gutachter allerdings ausgeschlossen wurde, hatte die Deutsche Bahn AG bis zuletzt einen Verkauf der Anlagen an der Hörder Bahnhofstraße verweigert.

Der SPD-Landtagsabgeordnete, der sich immer wieder für den Bahnhofs-Neubau stark gemacht hatte, sprach dem CDU-Minister aus Gelsenkirchen gestern ein großes Kompliment aus: "Das war ein exzellentes Gespräch." Teilgenommen hatten daran auch Bezirksvorsteher Manfred Renno, seine Stellvertreterin Petra Kamolla sowie Verwaltungsstellenleiter Ulrich Spangenberg.

"Beste Konditionen"

Das Fazit Rennos und Bollermanns: "Wir haben für die Bahn den Weg bereitet und sogar beste Förderkonditionen erreicht."

Jetzt ist die Bahn am Zug. Denn in einem am 11. September an die AG verschickten Schreiben bittet Oliver Wittke das Unternehmen förmlich darum, "umgehend einen Finanzierungsantrag zu stellen." Gern werde die Bezirksregierung bei diesem Antrag helfen.

"Wir freuen uns über diese Förderzusage", reagierte Bahn-Sprecher Gerd Felser auf die Post aus Düsseldorf. Sein Unternehmen werde "schnell" eine Bahnhofskonferenz einberufen. ban

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