Die Maskenpflicht in der Dortmunder Innenstadt gilt weiterhin. Doch es gibt auch neue Perspektiven in der Pandemiebekämpfung. © Stephan Schuetze
Corona-Pandemie

Jetzt offiziell: Dortmund sinkt unter 100er-Inzidenz

Gute Nachrichten: Erstmals seit langem ist der Inzidenz-Wert für Dortmund unter die 100er-Marke gefallen. Im Vergleich mit seinem Umland schneidet Dortmund damit sehr gut ab.

Der Trend geht schon seit einigen Tagen in die richtige Richtung, jetzt ist eine markante Schwelle erreicht: Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Dortmund am Montag (25.1.) erstmals seit Monaten wieder unter der Marke von 100.

Um Mitternacht hat das Robert-Koch-Institut die täglichen Zahlen veröffentlicht: Für Dortmund ist dort der Wert 99,6 ausgewiesen. Bereits am Sonntag hatten die Zahlen der Stadt das erwarten lassen – verbindlich ist jedoch der RKI-Wert.

Zweistellig war die Inzidenz zuletzt am 22. Oktober (97,6). Seitdem hatte die zweite Corona-Welle Dortmund fest im Griff: Innerhalb von gut zwei Wochen kletterte der Wert sogar auf über 200.

Die steigenden Infizierten-Zahlen hatten sich auch deutlich auf die Sterbezahlen ausgewirkt: Zwischen Mitte November und Mitte Januar hatte sich die Zahl verfünffacht. Mittlerweile sind 225 Dortmunder ursächlich oder begleitend an Covid-19 gestorben.

Höchststand im November erreicht

Der bisherige Inzidenz-Höchststand datiert mit 236,3 vom 7. November. Seitdem schwankte der Wert auf hohem Niveau. Der verschärfte Lockdown seit Dezember hatte daran zunächst nicht viel geändert. Auch kurz vor Weihnachten lag die Inzidenz bei über 200.

Nach dem Jahreswechsel pendelte sich die Inzidenz zunächst zwischen 140 und 150. Unklar blieb aber, inwieweit sich die Feiertage auf die Zahlen auswirken. Arztpraxen, Gesundheitsämter und Testzentren waren in dieser Zeit schwächer besetzt.

Eindeutiger Trend für Dortmund

Erst ab Mitte Januar seien die Zahlen wieder belastbar, so die Erwartung von Experten. Für Dortmund ist der Trend seitdem eindeutig: Seit dem 18. Januar ist die Inzidenz von 135,9 auf jetzt 99,6 gesunken.

Die Entwicklung in Dortmund Dortmund ist im Vergleich besser als im Großteil seiner Umgebung: Der Kreis Unna, Hagen, der Ennepe-Ruhr-Kreis, Herne und der Kreis Recklinghausen sind in der Karte des RKI noch tiefrot eingefärbt – sie liegen teils deutlich über der 100er-Marke. Einzig Bochum hat es mit 91,1 auch unter diese Schwelle geschafft.

Seit Samstag (23.1.) gilt in Dortmund eine erweitere Maskenpflicht. Ein Argument für diese Entscheidung: Ohne weitere Maßnahmen sei das Ziel „Inzidenz unter 50“ bis Mitte Februar nicht zu schaffen.

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Jessica Will

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