Joja Wendt lässt den Flügel tanzen

17.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als er im Februar bei "Circus meets Classic" im Konzerthaus auftrat, gab es Begeisterungsstürme. Viele Besucher wollten den charmanten Pianisten gar nicht gehen lassen. Nun kommt Joja Wendt erneut nach Dortmund - ganz alleine. Am 31. Oktober macht er auf seiner Tour "Mit 88 Tasten um die Welt" Station im Konzerthaus.

Joja Wendt kehrt zurück, muss man eigentlich sagen. Denn der Musiker, der zum erlauchten Kreis der "Steinway-Künstler" zählt und nach einer Welttournee überall Fans hat, hat seine Schulzeit in Dortmund verbracht. Von der Lichtendorf Grundschule wechselte der heute 43-Jährige aufs Max-Planck-Gymnasium. Die Familie - Jojas Mutter war Gesangsdozentin und spielte Klavier - lebte in Wellinghofen. "Viele alte Freunde wollen zum Konzert kommen, auch meine erste Freundin", sagt Joja Wendt lachend, "für mich ist das wie nach Hause kommen." Joja - eigentlich Johannes - Wendt bringt neben seinem Steinway noch etwas ganz Besonderes mit: Einen Miniatur-Flügel, den der Produzent für den Künstler im Maßstab 1:2 anfertigte. Auf einem großen Kissen hockt der Pianist vor dem Mini-Flügel, der allerdings saitenlos und strombetrieben ist, und swingt mit 44 Tasten.

Doch auch der große Flügel ist nicht ganz alltäglich: Pneumatische Beine lassen das Instrument tanzen oder sich verbeugen. Zwischen diesen "Mätzchen" spielt der Pianist, der Klassik und Jazz in Hilversum und New York studierte, ganz ernsthaft: Zu hören gibt es diesmal ein Best of der Einflüsse und Melodien seiner Welttournee. Seine Maxime: "Das Schwere muss leicht aussehen". Wendt will begeistern - mit Musik und Mätzchen. pin

www.jojawendt.com

Das Dortmunder Konzert am 31.10. ist ausverkauft. Am 8.11. gastiert Joja Wendt in Krefeld und am 10.11. in der Bochumer Jahrhunderthalle.

Lesen Sie jetzt