Josefs-Krankenhaus will Hütten-Hospital kaufen

BKK Hoesch unter Druck

Das St.-Josefs-Hospital will der BKK Hoesch das Hüttenhospital abkaufen. Die Bundesversicherungsanstalt in Bonn drängt die angeschlagene Betriebskrankenkasse, die kerngesunde „Hütte“ abzustoßen, um Geld in Kasse zu spülen.

HÖRDE

07.10.2011, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bild aus dem Archiv: Das inzwischen auf die Geriatrie spezialisierte Hüttenhospital ist schon über 150 Jahre alt und stand zuerst Am Remberg.

Ein Bild aus dem Archiv: Das inzwischen auf die Geriatrie spezialisierte Hüttenhospital ist schon über 150 Jahre alt und stand zuerst Am Remberg.

Die Mitarbeiter reagierten verunsichert auf die Verkaufsgerüchte, zumal Pflegepersonal und Ärzte in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit und Leidenschaft den Spezialisierungs-Prozess voran getrieben haben. In den Mittelpunkt rückten Alters-Patienten, die oft nicht nur an einer Krankheit leiden, sondern den Ärzten und Pflegern einen ganzheitlichen Blick abverlangen.

Wichtige Themen sind dabei Demenz und Ergotherapie. In beiden Bereichen entwickelte das Hospital innovative Konzepte, mit denen die Patienten nicht nur auf den Stationen optimal behandelt werden sollen. Stets geht es auch darum, die Kranken und Angehörige so zu schulen, dass ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden möglich ist.

Das Hüttenhospital hat viel Geld investiert, um Stationen zu modernisieren. Heute eröffnet die Fachklinik Am Marksbach eine neue Ambulanz. Gute Nachricht für die Mitarbeiter dort: Wie zu erfahren war, will das „Josefs“ den Marksbach als Standort erhalten, weil die Geriatrie der „Hütte“ mit dem Medizinspektrum der Lukas-Gesellschaft „gut vernetzbar“ ist.

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