Dortmunder Autotuner

JP Kraemer spricht über Depressionen und seine schwere Kindheit

In einem Video-Interview hat sich der Dortmunder Jean-Pierre Kraemer zu vielen persönlichen Themen geäußert. Dabei ging es um seine schwere Kindheit, Depressionen - und acht Millionen Euro.
Über viele Themen hat sich JP Kraemer sehr ehrlich in „Leeroys Podcast“ geäußert. © picture alliance/dpa

Eine schwere Kindheit, Depressionen, ein Vermögen weit über acht Millionen: Das sind nur ein paar der Themen, über die der Autotuner, TV-Star und Youtuber Jean-Pierre Kraemer aus Dortmund in „Leeroys Podcast“ bei Amazon Music gesprochen hat.

Schon die erste Frage von Leeroy Matata, der das Gespräch führt, geht sehr ins Persönliche. Er möchte wissen, wie JP Kraemer zu der Person wurde, die er heute ist, wie seine Kindheit aussah. “Meine Kindheit war sehr schlimm, finanziell total schwach,” erzählt er. Er sei quasi alleine groß geworden, schon mit 16 Jahren ausgezogen.

Bereits mit 12 Jahren habe er für sich selbst kochen müssen, seine Mutter sei zum Teil tagelang weggewesen und habe nur Geld dagelassen. „Ich habe gekocht und habe den Wassertopf auf dem Herd nicht gesehen.” Auch sein Vater, der getrennt von der Mutter lebte, habe „keinen Bock“ auf ihn gehabt.

Mutter hat Selbstmord begangen

Doch trotz allem fühle es sich für ihn gar nicht so schlimm an. Er sei 40, es gehe ihm gut und seine Kindheit sei lange her, sagt er. „Ich geh schon davon aus, dass meine Mutter nicht ganz normal war – und sie hat das versucht, was sie konnte.“ Trotz allem redet er zu keinem Zeitpunkt schlecht über seine Mutter – und kurz darauf sagt er, dass sie Selbstmord begangen habe. Das macht Leeroy Matata kurz sprachlos.

Doch JP Kraemer geht mit dem Thema sehr nüchtern um, denn: Als er vom Tod seiner Mutter telefonisch durch seine Schwester erfährt, hat er schon lange den Kontakt verloren und keinerlei Bezug mehr zu ihr.

Auch das Thema Depressionen kommt zur Sprache. „Ich war depressiv, ich war in Therapie und ich hab Antidepressiva genommen bis zum Umfallen“, sagt er über die Zeit, als er in Ausbildung war und einen Schuldenberg seiner Mutter begleichen musste. Wie er da rausgekommen sei? „Durch Arbeit.“

Bei der Ausbildung bei Porsche sei er durch den Vater seiner Ex-Freundin gelandet, dem er sehr dankbar ist. “Diese Figur ist auch heute meine größte Vaterfigur und der hab ich alles zu verdanken.”

Die Liebe zu Dortmund

Zwischendurch kommt es dann aber auch mal zu buntere” Themen. So sagt er zum Beispiel über seine Heimatstadt: „Ich liebe Dortmund, ich mache sehr viel für die Stadt, ich mache sehr viel für die Wirtschaft.“

Und später kommt dann eine weitere Aussage von JP Kraemer, die den einen oder anderen Zuhörer sehr überrascht haben dürfte. „Ich habe Fernsehen nie gemocht, sagt der 40-Jährige. Er sei dem Fernsehen zwar sehr dankbar, aber er möge es einfach nicht. Warum sei das so, fragt Leeroy Matata? Es ginge viel darum, dem Zuschauer etwas zu verkaufen, was nicht der Realität entsprechen würde.

Daraus sei dann auch sein YouTube-Kanal entstanden mit dem Ziel: Mehr die Realität abbilden, als es im Fernsehen der Fall gewesen sei. Dabei habe er zu Beginn viel Gegenwind von seinen „Fernsehleuten“ bekommen. „Und dann ging es los: Wir hatten Tage, wo wir 25.000 Abonnenten am Tag dazubekommen haben.“

JP Kraemer über sein Vermögen

Zum Abschluss geht es dann aber doch auch noch mal um das Finanzielle. Leeroy Matata bringt Schätzungen im Internet zur Sprache, die das Gesamtvermögen von JP Kraemer auf 5,5 bis 8 Millionen Euro schätzen. „Ist viel mehr“, entgegnet JP Kraemer trocken.

„Darüber haben wir uns in der Firma viele Gedanken gemacht. Ich denke, wir werden demnächst offen darüber reden, weil wir haben es durch die Leute. Da habe ich ein Schamgefühl entwickelt, es vor denen geheim zu halten,“ sagt er. „Bisher habe ich da noch nie drüber gesprochen.“ Doch all das Geld habe ihn in keiner Weise verändert.

Die komplette Folge von „Leeroys Podcast“ mit JP Kraemer ist bei Amazon Music kostenlos abrufbar.

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