Jugendliche zu Babysittern ausbilden

21.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Pfarrer Christoph Diestelhorst (r.) dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Lindert</p>

<p>Pfarrer Christoph Diestelhorst (r.) dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Lindert</p>

Wickede Der Neujahrsempfang der ev. Gemeinde blickte kurz aufs vergangene Jahr zurück, richtete sich aber in erster Linie auf die bevorstehenden Dinge rund um das Stephanusgemeindezentrum im Jahr 2008. Die Veranstaltung diente gleichsam als Dankeschön für die etwa 140 Anwesenden, die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich in den Dienst der unterschiedlichen Gemeindegruppen gestellt haben.

Im einleitenden Gottesdienst ging es um so genannte "No-Go-Areas". Dies sind Orte, die man vielleicht nicht besuchen sollte. An ihnen taucht selbst die Polizei nicht regelmäßig auf. "In der Sendung 'Hart aber Fair' wurde der Dortmunder Norden als solche Gegend bezeichnet. Im Zuge der momentan auftauchenden, von Jugendlichen ausgehenden Gewalt ein sicherlich aktuelles Thema", fand Pfarrer Christoph Diestelhorst. Es stelle sich die Frage, ob es diese Orte nicht überall gebe. Diestelhorst hob als Beispiele die Treffpunkte am Hellweg in Wickede, Asseln oder Brackel hervor, "die in den Abendstunden teilweise ebenfalls gemieden werden."

In Wickede ist man auf die vielen Kooperationen stolz. So haben die beiden Kindergärten Rübenkamp und Meylantstraße bereits gemeinsam die Bewerbung zur Entstehung eines Familienzentrums abgegeben. Hier warte man noch auf ein Ergebnis. "Es handelt sich um eine dezentrale Ansiedlung.

Außerdem haben sich hier erstmals zwei Kindergärten gemeinsam beworben. Mit der Kirchengemeinde und der Familienbildungsstätte sind mehrere Institutionen involviert. Wir werden unser Angebot dadurch erweitern", sagte Diestelhorst.

Zum Beispiel Elternkompetenztraining oder Kurse für Mütter, die selbst noch Kinder sind, werden dann in Erwägung gezogen. Des Weiteren wird die Familienbildungsstätte Babysitter-Kurse anbieten, die Jugendliche über den Kindergarten vermittelt. In erster Linie werden dies Jugendliche aus der Gemeinde sein, Konfirmanden, die von der Einrichtung ausgebildet werden. "Diese Kurse werden zertifiziert. Natürlich haben diese Schriftstücke keinen offiziellen Charakter, dennoch zeigen sie, dass die Jugendlichen im Umgang mit den Kleinen nicht unwissend sind", erklärte Diestelhorst.

Auch in diesem Jahr pflegt man die seit 20 Jahren bestehende Partnerschaft mit einer finnischen Kommunalgemeinde. Läm

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