Der angeklagte Dortmunder Student an der Seite seiner Verteidiger beim Prozessauftakt am 30. September. © Jörn Hartwich (Archivbild)
Landgericht Bochum

Jungen an Sexpartner „verkauft“? Dortmunder Student wartet auf Urteil

Ein Dortmunder Student soll als illegaler Sex-Vermittler in Serie Jugendliche an Freier verkauft haben. Der Prozess trat zuletzt auf der Stelle. Jetzt scheint ein Urteil in Reichweite.

Im Prozess um die Vermittlung von Jungen an männliche Sexualpartner durch einen Dortmunder Studenten (24) soll nun voraussichtlich am kommenden Montag (14.12.) ein Urteil verkündet werden. Ein zusätzlicher Krankheitsfall hatte zuletzt für eine weitere Verzögerung gesorgt.

Ursprünglich hatten die Richter der 5. Strafkammer am Bochumer Landgericht bereits den 21. November für ein Prozessende anvisiert. Erst eine coronabedingt angeordnete Quarantäne bei einem Zeugen sowie anschließend auch noch eine Erkrankung aufseiten der Richter hatten dieses Ziel jedoch zunichte gemacht.

Im Prozess geht es um eine Vielzahl von Vorwürfen im Zeitraum von Herbst 2016 bis April 2020. Der Student soll unter anderem wie ein Zuhälter aufgetreten und anfangs erst 15-jährige Jungen immer wieder an männliche Sexualpartner verkauft haben.

Teilweise bis zu 400 Euro pro Treffen

Tatort war laut Anklage ein Zimmer in einem Dortmunder Studentenwohnheim. Mindestens die Hälfte des vereinbarten „Lohns“ von den Freiern (teils bis zu 400 Euro pro Sex-Treffen) soll der 24-Jährige für sich behalten haben.

Darüber hinaus wird dem Dortmunder Studenten vorgeworfen, kinderpornographische Videos und Fotos aus dem Internet heruntergeladen und verschickt zu haben sowie bei seiner Bachelor-Arbeit einen Ghostwriter eingesetzt zu haben.

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